
Yuna Nishimura hat sich bei der NW Arkansas Championship ihren ersten LPGA-Titel geholt, und das gleich mal im Wire-to-Wire-Stil, nachdem sie am Sonntag eine 66er-Finalrunde ins Clubhaus brachte. Die 26-jährige Japanerin, auf ihrer Heimattour bereits sechsfache Gewinnerin, hatte sich schon früh im Turnier mit zwei aufeinanderfolgenden Hammer-Runden von 63 Schlägen einen Fünf-Schläge-Vorsprung erspielt. Mit fünf Birdies, zwei Bogeys und einem Eagle auf der Schlussrunde landete sie bei unfassbaren 21-unter Par und insgesamt 192 Schlägen. Ein Vorsprung von fünf Schlägen auf die Konkurrenz – das war mal ein Statement auf dem Grün von Pinnacle Country Club in Rogers, Arkansas.
Man muss wissen: Für Nishimura lief es dieses Jahr auf der LPGA Tour nicht immer rund. Fünf verpasste Cuts in den letzten sechs Starts sprechen eine deutliche Sprache, und ein Top-10-Ergebnis gab es bis dato nur in Team-Events. Umso beeindruckender, wie sie das mentale Spiel hier gemeistert hat. "Fünf Schläge Vorsprung sind eine harte Nuss, aber ich habe an mich geglaubt und einfach bis zum Ende weitergemacht", ließ sie verlauten. "Ich habe dieses Jahr viele Cuts verpasst, deshalb ist dieser Sieg eine Überraschung, aber ein wahr gewordener Traum." Damit ist sie die dritte LPGA-Siegerin 2026, die ihren ersten Titel einfährt, und die 24. Japanerin überhaupt, die auf der LPGA Tour triumphiert.
Den 2. Platz mit 197 Schlägen teilten sich die Landsfrau Aki Iwai, die Südkoreanerin Chun In-gee und die Thailänderin Chanettee Wannasaen. Besonders Aki Iwai zeigte auf der Schlussrunde noch mal, was in ihr steckt. Eine 62, gekrönt von fünf Birdies in Folge – da war ordentlich Druck am Start. Ihre Worte dazu? "Ich dachte, jeder Spieler wird tief scoren. Darum musste ich aggressiver sein." Das lief richtig stark, reichte aber nicht mehr, um Nishimuras Vorsprung noch ernsthaft zu gefährden.


