
Tom Kim packt die Koffer, und das mitten im Presidents Cup – weil das Grün in Japan mehr als nur einen Titel verspricht. Es geht um Gold und um satte 18 bis 21 Monate Militärdienst in Südkorea. Dieser Move ist kein spontaner Abschlag ins Ungewisse, sondern ein Pokerspiel mit irren Einsätzen, das seine Karriere neu justieren könnte.
Der Plan steht: Kim soll noch am späten Sonntagnachmittag Ortszeit in Medinah (was in Berlin schon tiefe Nacht bedeutet) die Segel streichen. Ziel ist Japan, wo bereits am Mittwoch die Asian Games im Kasugai Country Club starten. Dort wartet auf ihn nicht nur die Chance auf eine Medaille, sondern die einzige Möglichkeit, der Wehrpflicht zu entgehen. Ein Gold in der Einzel- oder Teamwertung ist der Freifahrtschein.
Mission Gold: Vom Presidents Cup ins Kasernenfieber?
Wer jetzt denkt, das sei ein einfacher Trade, liegt daneben. Tom Kim muss gegen Wyndham Clark in den zweiten Sonntagseinzeln ran und hat danach kaum Zeit, die Schläger in den Bag zu werfen. Er ist die Nummer 31 der Welt und holte sich im Juli die Genesis Scottish Open. Er hat richtig Feuer unterm Hintern – aber der Druck? Der ist ungleich höher als jeder Major-Cut. Es geht nicht nur um Ehre, sondern um seine Zukunft.
Das Vorbild aus 2023
Die Blaupause für solch eine waghalsige Mission lieferten 2023 bereits Sungjae Im und Si Woo Kim. Sie holten Team-Gold bei den Asian Games und sicherten sich so den Freifahrtschein vom Militärdienst. Toms Abschied aus dem Presidents Cup bedeutet, dass er die finale Jubelfeier des International Teams möglicherweise verpassen wird – selbst wenn sie den Cup am Ende stemmen. Seine Priorität ist klar: Japan ruft, und Gold ist das einzige, was zählt.


