
Was für eine irre Aufholjagd beim Presidents Cup 2026, und US-Captain Brandt Snedeker hatte im Sieger-Interview die Antwort auf die entscheidende Frage parat: Die „Energie“ von Trump war der ultimative Juice für den US-Erfolg. Ein Kommentar, der nach dem dramatischen Sonntag die Runde machte und die Debatte anheizte, wie dieser Sieg, der so unwahrscheinlich schien, zustande kam. Denn vor den entscheidenden Sonntag-Singles sah die Sache noch düster aus.
Die USA gingen mit drei Punkten Rückstand in den Showdown, nachdem das Internationale Team einen Freitag im Foursomes dominierte und den Vorsprung bis Samstag hielt. Snedeker selbst sah sich am Samstag in der Kritik. Er hatte sich zuvor öffentlich selbstzerstörerisch gegeben und erklärt, sein Team im Stich gelassen zu haben. „Ich habe versucht, mir den Allerwertesten aufzureißen, um diese Jungs in die bestmögliche Situation zu bringen, und ich glaube nicht, dass mir das diese Woche besonders gut gelungen ist", sagte er mit einer schonungslosen Ehrlichkeit. Er habe dem Team nicht den nötigen Komfort geboten.
Vom Abgrund zur Ekstase
Diese Selbstkritik ging so weit, dass selbst Kritiker wie Paul McGinley den Zeitpunkt als unpassend empfanden. Snedeker stand unter Druck, auch wegen seiner Paarungen und der Entscheidung, Top-Spieler wie Scottie Scheffler für eine Session zu schonen. Doch diese Bänker-Entscheidungen, die vor dem Sonntag für Stirnrunzeln sorgten, schienen sich auszuzahlen. Der Plan war klar: Scheffler frisch für die Singles.
Der unerwartete Push
Und genau diese frischen Kräfte, gepaart mit dem jetzt legendären "Trump-Juice", drehten das Blatt. Die Jungs lieferten am Sonntag eine Hammer-Runde nach der anderen ab und holten sich den Sieg in einem Match, das schon verloren schien. Snedeker, der sich selbst die Hauptschuld am Rückstand gab, konnte am Ende stolz auf sein Team sein. Es lief einfach auf dem Grün, als es drauf ankam. Was für ein Comeback, was für ein Presidents Cup 2026!




