
Die Ryder Cup Kapitänsbinde rückt für Sergio Garcia in weite Ferne, denn die DP World Tour macht keine Anstalten, ihre gnadenlosen Regeln zu lockern. Guy Kinnings, der CEO der Tour, hat unmissverständlich klargestellt: Wer Captain werden will, muss ununterbrochener DP World Tour Member sein. Eine Ansage, die bei Garcia und Co. einschlägt wie ein Fairway-Bunker-Shot.
Diese Regel, bereits im Januar 2017 eingeführt und seit 2018 scharf, macht keine Ausnahmen. Sie hindert jeden Spieler an der Kapitänsrolle, der seine durchgehende Mitgliedschaft nicht aufrechterhalten hat. Und genau hier liegt der Haken für den Spanier: Garcia hatte seine Mitgliedschaft im Mai 2023 gekündigt, als er mit Lee Westwood, Ian Poulter und Richard Bland den Sprung zu LIV Golf wagte. Eine Entscheidung, deren Konsequenzen die Tour nun eiskalt durchzieht.
Keine Gnade für Altstars
Kinnings betont immer wieder, dass diese Bestimmung schon vor dem LIV-Aufruhr existierte und nicht als direkte Retourkutsche gedacht war – auch wenn das viele vermuten. Das Tournament Committee bleibt dabei "sehr entschieden", die Regel beizubehalten. Garcia versuchte kürzlich, die Wogen zu glätten: Am 29. Oktober 2026 kündigte er an, LIV Golf zu verlassen und 2027 zur DP World Tour zurückzukehren. Auch eine Rückkehr zur PGA Tour hält er sich offen.
Elf Ryder Cups? Als Spieler kein Problem, aber...
Ein Comeback könnte ihm zwar die Tür zum 2027 Ryder Cup in Adare Manor als Spieler öffnen – Garcia ist schließlich mit elf geplanten Teilnahmen Europas Rekordpunktesammler und wurde für 2025 trotz über £1 Million gezahlter Strafen nicht ausgewählt. Doch die Kapitänsrolle ist damit vom Tisch, es sei denn, die Tour ändert ihre harte Linie. Kinnings war deutlich: Spielen ja, Kapitän nein – solange die durchgehende Mitgliedschaft fehlt.


