
Die Golfwelt brodelt, und Lucas Herbert mischt sich in die heißeste Debatte der Szene ein: die Rückkehr der LIV-Spieler zur DP World Tour. Er versteht den Frust vieler aktueller Tour-Mitglieder, die um ihre Startplätze und ihren Status fürchten, und hält die Sache für richtig komplex. Herbert erwartet, dass die kommenden zwölf Monate auf dem Grün noch für ordentlich Gesprächsstoff sorgen werden.
Gefragt nach dem Groll gegenüber den wiederkehrenden LIV-Jungs, betont Herbert, er halte sich aus dem direkten Streit raus, könne aber "mit beiden Seiten mitfühlen". Er gab klar zu, dass die aktuellen DP World Tour-Spieler, wenn die Ex-LIV-Golfer zurückkommen, Turnierplätze oder sogar ihren Status verlieren könnten. Sein eigener Plan ist fix: Keine LIV Golf 2.0 Saison. Stattdessen will er 2027 zur DP World Tour zurück, mit dem Langzeitziel, sich 2028 für die PGA Tour zu qualifizieren.
Warum Herbert LIV den Rücken kehrt
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – doch Herberts Abschied von LIV kommt nicht von ungefähr. Er bemängelte, dass der geplante LIV-Kalender mit nur 10 Events nicht ausreichte, um eine Saison richtig aufzubauen oder genügend Zugang zu Major Championships zu sichern. Auch die Qualität der Felder und Locations überzeugte ihn nicht immer. Trotz des zunächst entspannter klingenden LIV-Formats mit drei Tagen und 14 Events, sorgte die Long-Haul-Reiserei 2026 für Dauermüdigkeit und machte den Kontakt zur Familie zum Hürdenlauf. Das läuft so nicht.
Zwischen Triumph und Unsicherheit
Dabei war Herbert 2026 auf LIV nicht untätig: Zweimal holte er sich den Sieg und landete bei The Open auf dem sechsten Rang, nachdem er zur Halbzeit noch die Führung teilte. Eine Hammer-Runde! Das unterstreicht seinen Wunsch, möglichst viele Major-Chancen zu nutzen. Doch seine Rückkehr zur DP World Tour hängt am Prozess der Tour, die bis zum 16. November Bewerbungen annimmt. Guy Kinnings, CEO der DP World Tour, hat klargestellt, dass LIV 2.0 Spieler nicht automatisch einen Platz bekommen. Das Pendel schwingt wild, Golfer.


