
LIV-Jetlag: Lucas Herbert packt aus – Nicht das Geld, sondern die Reiseroute vertreibt die Stars!
Lucas Herbert macht reinen Tisch: Es ist nicht nur der schnöde Mammon oder die Familienzeit, die Top-Golfer von LIV Golf 2.0 vertreibt, sondern ein schierer Logistik-Albtraum. Der Australier, der 2026 gleich zwei LIV-Turniere holte, hat für den geplanten Relaunch 2027 abgewunken. Ein knallhartes Statement, das die Achillesferse der Tour entblößt: die brutale Reisebelastung.
Herbert spricht von einer endlosen Aneinanderreihung von Langstreckenflügen, die Körper und Geist gnadenlos zermürben. Von Hong Kong über Singapur nach Südafrika, nur um kurz darauf eine Tour von den USA nach Südkorea, Spanien und wieder zurück in die USA zu starten – gefolgt von der U.S. Open. Hier ging es richtig zur Sache, nicht wegen der Schläge, sondern wegen der krassen Jetlag-Hölle und fehlenden Erholung. Wer da nicht am Start sein kann, dem bricht die Saison weg.
Die Rechnung mit dem Kalender geht nicht auf
Für Herbert war klar: Das Hauptproblem war nicht die Flugzeit selbst, sondern die Erholung. Ständige Zeitzonenwechsel machen die physische Vorbereitung zur Tortur und die Kommunikation mit der Familie quasi unmöglich, selbst bei freien Wochen. LIV hatte mehr Familienzeit versprochen, aber acht Zeitzonen Entfernung sind selbst mit freiem Kalender eine harte Nuss. Hinzu kommt, dass Herbert die geplanten 10 Events von LIV 2.0 nicht als ausreichend ansieht, um majors-fit zu bleiben und eine wettbewerbsfähige Saison aufzubauen. Für ihn waren 20 Events pro Jahr genau das richtige Maß.
Wer verlässt das sinkende Schiff?
Während LIV Golf sein 2027er-Modell nach dem Ende der PIF-Finanzierung und einer Chapter-11-Anmeldung mit einem 300-Millionen-Dollar-Finanzpaket neu aufstellen muss, haben schon einige Größen die Reißleine gezogen. Jon Rahm, Sergio Garcia, Tyrrell Hatton, Louis Oosthuizen und Tom McKibbin stehen ebenfalls nicht mehr für LIV 2.0 bereit. Bryson DeChambeau hält der Liga zwar die Treue und arbeitet an einer nachhaltigen Zukunft, aber die Abgänge sprechen eine klare Sprache. Der praktische Aspekt der Reisestrapazen – das ist der wahre Knackpunkt im LIV-Universum.


