
Es wird verdammt schwer, jemals einen Golfplatz in besserer Verfassung zu finden als diesen – dieses Hammer-Statement kommt direkt von Jon Rahm, der sich bei der Abu Dhabi Aldar Championship auf Yas Links die 36-Loch-Führung mit Tyrrell Hatton und Francesco Laporta teilt. Der Spanier liegt bei unfassbaren 12 unter Par und hat trotz der scheinbaren Perfektion eine klare Warnung für die Konkurrenz am Start.
Perfektion mit Tücken
Die Grüns sind makellos, die Fairways knochenhart – perfekte Bedingungen, um Gas zu geben, besonders wenn der Wind stillhält. Rahm lobte diese makellose Anlage, die es den Pros erlaubt, mit vollem Risiko anzugreifen. Aber er ist kein Dummschwätzer: Sobald die Fahnenpositionen kniffliger werden oder die berüchtigten Schrägen ins Spiel kommen, kann Yas Links extrem ungemütlich werden. Da lauern Recovery-Shots, die keinem Golfer schmecken.
Rahms eigene zweite Runde war richtig stark, auch wenn er zugab, zwei unerwartete Fehler beim Abschlag gemacht zu haben. Doch abgesehen davon lief sein Spiel wie am Schnürchen. Nach sieben Wochen Turnierpause und seinem ersten Auftritt nach dem Weggang von LIV Golf ist es beeindruckend, wie schnell er wieder in Topform ist und sich gleich mal Yas Links bei seinem Debüt genauer ansieht.
McIlroy im Nacken
Das Wochenende verspricht Dramatik pur. Während Rahm, Hatton und Laporta gemeinsam an der Spitze thronen, sitzt ihnen Rory McIlroy mit nur einem Schlag Rückstand im Nacken. Seine 11 Birdies auf der 63er Runde waren eine Ansage, besonders nachdem er sich von einer Zwei-Schlag-Strafe am Auftakt erholt hatte. Falls der Wind zulegt oder die Pin-Positions noch fieser gesteckt werden, wird Rahms Einschätzung des Kurses zur Realität – dann geht es auf dem Grün richtig zur Sache!


