
Das war's dann wohl endgültig: LIV Golf zieht den Stecker! Nach monatelangen Spekulationen und Finanz-Wirren wurde am Donnerstag (5. November 2026) vor einem Gericht in New Jersey die Reißleine gezogen. Die Ambitionen für ein "LIV 2.0" im Jahr 2027 sind Geschichte, und die umstrittene Liga wird abgewickelt.
Diese Bombe bedeutet nicht nur das Aus für die Saudi-Tour, sondern löst auch ein Erdbeben in der Golfwelt aus – allen voran bei der DP World Tour. Lee Westwood, selbst ein alter Hase auf dem Grün, schlägt Alarm: Die europäischen Turniere könnten finanziell und strategisch komplett blank dastehen, statt gestärkt aus dem Debakel hervorzugehen.
Europas Golf im freien Fall?
Westwood befürchtet, dass PGA Tour Commissioner Brian Rolapp jetzt richtig "Hardball" spielen könnte. Ohne LIV als Verhandlungsmasse fehlt der DP World Tour schlichtweg der Hebel. Einst konnten LIV-Stars wie Jon Rahm, Sergio Garcia oder Tyrrell Hatton bei ausgewählten DP World Tour Events am Start sein, was dem europäischen Circuit Glanz und auch ein Pfund für Verhandlungen mit der PGA Tour gab. Das ist jetzt futsch. Westwood blickt auch kritisch auf die Preisgelder: Für 2027 gibt es noch keine Ansagen, und ab 2028 ist die Finanzierung wohl völlig unklar. Er deutet an, dass der Weg über die Korn Ferry Tour für Top-Talente aus Europa attraktiver werden könnte als die eigene Heimatzone.
Der Crash der Milliarden-Liga
LIV Golf startete 2022 mit einem gigantischen Finanz-Feuerwerk, das vom Saudi Public Investment Fund (PIF) befeuert wurde und neunstellige Spielerverträge ermöglichte. Doch im April 2026 zog der PIF die Reißleine, nachdem Berichten zufolge über 5 Milliarden US-Dollar in das Projekt geflossen waren – ein unfassbarer Batzen Kohle. Im September 2026 meldete LIV dann "Chapter 11"-Bankrott an und versuchte verzweifelt, mit 300 Millionen US-Dollar von BC Partners ein "LIV 2.0" zu schmieden. Dieser Rettungsversuch ist jetzt krachend gescheitert, da sich die Verhandlungen mit den "leading players" im Sand verliefen.


