
Callaway Golf hat in Q3 2026 gezeigt, dass weniger manchmal richtig mehr ist: Das Unternehmen präsentiert sich kleiner, aber mit deutlich mehr Gewinn und einer richtig starken Prognose für das gesamte Jahr, obwohl die Umsätze runtergingen. Mit einem Umsatz von $436.9 Millionen liegt Callaway über den Erwartungen und liefert ein bereinigtes EPS von $0.12 – ein klarer Abschlag für die Analysten, die nur $0.01 auf dem Zettel hatten. Das ist eine Ansage!
Die Bilanz von Callaway läuft in 2026 auf Hochtouren, denn die bereinigte EBITDA kletterte auf satte $36 Millionen, ein Plus von 17% gegenüber dem Vorjahr und damit ebenfalls über den internen Zielen. Das Ergebnis ist eine logische Konsequenz der strategischen Neuausrichtung. Man hat sich auf das Kerngeschäft konzentriert und im zweiten Halbjahr 2026 bewusst weniger Produkte gelauncht. Doch die, die kamen, schlugen ein wie ein Eagle.
Strategie-Wende am Abschlag
Callaway spielt jetzt eine klarere Linie und fokussiert sich auf das reine Golf-Equipment-Business. Jack Wolfskin wurde verkauft und die Beteiligung an Topgolf auf 40% reduziert – alles, um das Portfolio zu vereinfachen und die Kasse zu stärken. Eine Investition von $15 Millionen in eine 3D-Druckerei für Titanium-Schläger, die Mitte 2027 am Start sein soll, zeigt, wohin die Reise geht: Callaway denkt langfristig und setzt auf Innovation.
Zahlen, die sitzen
Die Golf-Equipment-Verkäufe lagen bei $281.5 Millionen, während die Schläger alleine $213.3 Millionen einspielten. Auch wenn die Zahlen leicht rückläufig sind, ist die Profitabilität eine andere Hausnummer. Selbst der kleine Aufreger um eine Driver-Werbung mit Good Good Golf, die am 20. August kurz online war und dann wieder verschwand, hatte laut Callaway keinen nennenswerten Einfluss auf die Verkäufe, obwohl die Partnerschaft inzwischen beendet ist. Unterm Strich war das ein Quartal, das zeigte, dass strategische Entscheidungen und Kostenkontrolle auf dem Grün entscheidend sein können. Callaway holt sich den Sieg in Sachen Effizienz.


