
Es ist offiziell: Game Over für LIV Golf! Nach fünf turbulenten Jahren, die den weltweiten Golfsport erschütterten und gehörig auf den Kopf stellten, ist die umstrittene Tour am Ende. Der Traum vom Neustart, der als "LIV 2.0" gehandelt wurde, ist endgültig geplatzt.
Das gab LIV Golf am Donnerstag in einer Stellungnahme bekannt. Auch die Verhandlungen mit dem potenziellen Partner BC Partners gingen in die Hose. Dabei hatte BC Partners ursprünglich eine Finanzierungszusage von bis zu 300 Millionen Dollar in Aussicht gestellt – ein Rettungsanker, der jetzt nicht mehr kommt.
LIV Golf selbst formulierte die Gründe dann doch etwas steifer: "Trotz ausführlicher Gespräche konnten sich die beteiligten Parteien letztlich nicht auf eine einvernehmliche Lösung für bestimmte noch offene Bedingungen einigen." Und, Butter bei die Fische: "Angesichts der aktuellen Umstände halten wir eine geordnete Abwicklung für den verantwortungsvollsten Weg für die Liga."
Ab Montag macht die einst äußerst finanzstarke Liga Kasse: Ein Insolvenzgericht in New Jersey entschied, dass LIV Golf ab dann die verbleibenden Vermögenswerte liquidieren wird. Die Liga, die mit prallen Scheich-Taschen Superstars von der traditionellen PGA Tour weggelockt und damit für Furore gesorgt hatte, war seit 2022 vom saudischen Staatsfonds PIF mit unfassbaren fünf Milliarden US-Dollar gepampert worden. Doch Anfang 2026 drehte der PIF den Geldhahn überraschend zu.
Bereits im September hatte LIV offiziell Insolvenz angemeldet. Damals noch mit der vagen Hoffnung auf einen "LIV 2.0" für die kommende Saison – mit abgespecktem Turnierkalender, kleineren Preisgeldern und der Möglichkeit für die Pros, Anteile an der Liga zu erwerben. Doch in den letzten Wochen machten bereits einige der größten Namen, darunter der Spanier Jon Rahm, klar: Bei der abgespeckten Version wären sie nicht mehr am Start. Auch bei etlichen anderen Pros stand die Entscheidung auf der Kippe. Damit ist das Schicksal von LIV Golf besiegelt.


