
Thomas Pieters, der Ryder Cup-Star und sechsfache DP World Tour-Sieger, kämpft sich 2026 den Weg zurück – aber nicht etwa mit einer Einladung, sondern über die knallharte Qualifying School. Statt auf irgendeinen Sonderstatus zu hoffen, stellt sich der Belgier der ultimativen Challenge und beweist damit echten Sportsgeist, der in Zeiten von Tour-Kriegen nur selten zu sehen ist.
Der harte Weg zurück
Der Showdown steigt vom 6. bis 11. November im Infinitum in Tarragona, Spanien, wo auf den Lakes und Hills Courses die Karten für die DP World Tour 2027 neu gemischt werden. Pieters ist dabei nur einer von 21 ehemaligen DP World Tour-Siegern am Start, die sich durch die sechs Runden boxen wollen. Das Format ist gnadenlos: Nach 72 Löchern kommen nur die besten 60 plus geteilte Plätze in die finalen zwei Runden auf dem Lakes Course. Und die Messlatte liegt hoch: Nur die Top 15 plus geteilte Plätze holen sich das Ticket für 2027 – früher waren es noch die Top 20. Das ist mal eine Ansage!
Pieters' mutiger Schritt kommt nicht von ungefähr. Das Drama um LIV Golf, das kürzlich sogar mit Insolvenzmeldungen am 4. November für Schlagzeilen sorgte und bei dem Berichte über einen Rückzug von BC Partners aus einer Finanzierung von rund 300 Millionen Dollar für ein "LIV 2.0" die Runde machten, bildet den Hintergrund für seine Rückkehr. Es scheint, als sei Pieters' Situation auch für seinen Landsmann Thomas Detry relevant gewesen, wenn es um dessen Pläne für 2027 geht.
Comeback oder Crash?
Für einen Spieler vom Kaliber Pieters, der auf dem Gruen schon richtig stark unterwegs war und grosse Siege gefeiert hat, ist die Q-School keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein echtes Statement, dass er sich dem Leistungssport in seiner reinsten Form stellt. Wir sind gespannt, ob er eine Hammer-Runde nach der anderen liefert und sich seinen Platz zurückholt.


