
Das LIV Golf Event in Adelaide für 2027 wackelt massiv, denn Südaustraliens Premier Peter Malinauskas hat eine klare Ansage gemacht: Ohne ein Feld, das mit früheren Ausgaben vergleichbar ist, wird die Show nicht stattfinden. Die Veranstalter beobachten die Situation ganz genau, denn Namen wie Cameron Smith und Bryson DeChambeau sind für die Strahlkraft des Turniers entscheidend. Ein abgeschwächtes Starterfeld? Nicht mit den Südaustraliern.
LIV im Überlebenskampf
Diese Haltung ist ein direkter Schlag ins Gesicht für LIV Golf, das nach dem Ende der finanziellen Unterstützung durch den saudischen Public Investment Fund Anfang 2026 versucht, sich neu aufzustellen. Die Liga steckt im Chapter 11 Insolvenzverfahren und sucht händeringend nach Kapital für ein geplantes "LIV 2.0" im Jahr 2027. Ein potenzieller Deal mit BC Partners über 300 Millionen US-Dollar steht im Raum, ist aber an genügend Spielerzusagen geknüpft. Die Deadline dafür wurde inmitten des Wirrwarrs auf den 30. Oktober verlängert.
Der Exodus hochkarätiger Spieler verstärkt die Unsicherheit nur noch. Jon Rahm, Sergio Garcia, Lucas Herbert und Graeme McDowell haben sich bereits verabschiedet oder ausgeschlossen, während Ian Poulter, Tyrrell Hatton und Tom McKibbin diese Woche ebenfalls zu den prominenten Abgängen zählen. Ein echter Aderlass, der LIV vor eine gigantische Herausforderung stellt.
Adelaide als Gradmesser
Am 26. Oktober holte sich LIV mit dem ehemaligen TaylorMade-Chef Mark King einen Senior Adviser ins Boot, um das Modell für 2027 zu evaluieren. Berichte sprechen davon, dass LIV zuversichtlich ist, ein Feld zusammenzustellen. Doch die Qualität dieses Feldes – und vor allem, ob Stars wie Cameron Smith am Start bleiben – wird am Ende darüber entscheiden, ob Adelaide 2027 wieder auf dem Tourkalender steht. Das ist nicht nur für Australien eine knallharte Ansage, sondern könnte ein richtungsweisender Moment für die gesamte Zukunft von LIV Golf sein.


