
Der Race to Dubai hat in dieser Saison knallhart zugeschlagen: Statt der üblichen Top 110 durften sich für 2027 nur noch die besten 100 über die volle DP World Tour Karte freuen. Die Genesis Championship war die Endstation für viele Träume, ein bitteres Erwachen für so manchen Tour-Pro, der plötzlich vor dem Nichts steht – oder zumindest vor der Q-School.
Für einige Top-Spieler war das Finale eine echte Zerreißprobe, die am Ende nicht gut ausging. Eddie Pepperell, zum Beispiel, ging als 99. in die Woche, konnte aber wegen einer Verletzung nicht am Abschlag stehen und rutschte folgerichtig aus den Top 100. Kiradech Aphibarnrat, der mit einer 75 startete, zog sich im zweiten Durchgang verletzt zurück und landete auf dem 110. Platz. Auch Ross Fisher, ein fünffacher DP World Tour Sieger, musste nach einem verpassten Cut bei der Genesis Championship seine Karte abgeben.
Harte Landung für Routiniers
Marcel Siem erwischte es ebenfalls. Nach einer 82 in der ersten Runde warf er das Handtuch und fand sich außerhalb der Top 100 wieder. Für ihn heißt es jetzt Q-School, genau wie für Pablo Larrazábal, einen neunfachen Gewinner, der zum ersten Mal seit 20 Jahren diesen harten Weg gehen muss. Selbst Elvis Smylie, der zwischen DP World Tour und LIV Golf pendelte, verlor seinen Status und rutschte auf den 171. Platz ab. Für 2027 bleibt ihm die volle Karte verwehrt.
Comeback ist keine Option – Es ist Pflicht
Doch es gab auch die, die am seidenen Faden hingen und es gerade noch packten. Sean Crocker startete als 103. in die Woche und kämpfte sich mit einer sensationellen 29 auf den letzten neun Löchern noch auf Platz 100. Was für eine Hammer-Runde unter Druck! Auch David Law bewies Nervenstärke und sicherte sich seinen Platz. Für die anderen heißt es jetzt: Der Weg zurück über die Q-School oder über begrenzte Ausnahmen ist steinig, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Tour wartet.


