
Die DP World Tour steht vor einer knallharten Entscheidung, und PGA-Tour-Profi Michael Kim hat die Wahrheit brutal ausgesprochen: Die Rückkehr von Superstars wie Jon Rahm und Tyrrell Hatton mag die Kassen klingeln lassen und die Attraktivität der Turniere steigern, aber sie könnte die eigenen Tour-Jungs ins Mark treffen. Kim macht keinen Hehl daraus, dass diese Einschätzung seine persönliche Interpretation ist, aber sie sitzt wie ein präziser Chip aufs Grün.
Für Kim ist die Sache sonnenklar: Wenn Rahm und Hatton wieder am Start sind, profitieren alle – besonders die Tour. Denn am Ende des Tages zählt für die Veranstalter der Hype um einen Major-Champ mehr als der Ärger eines Spielers, der auf Platz 100 rumgurkt. Die Aufmerksamkeit, die diese Kaliber generieren, ist schlicht unbezahlbar.
Konflikt auf dem Grünen
Der Plan, ehemalige LIV-Spieler 2027 zurückzuholen, ist bereits ein Pulverfass. Guy Kinnings, der Chef der DP World Tour, machte klar: Kein VIP-Ticket für die LIV 2.0-Jungs. Wer ohne Status ist, muss entweder durch die Q-School oder auf die Gnade der Sponsoren hoffen, wobei Gerüchte von "double figures" an möglichen Einladungen sprechen. Das sorgt natürlich für Frust bei den Jungen, die sich gerade mühsam nach oben kämpfen.
Golf-Ikonen wie Joost Luiten, Eddie Pepperell und Brandel Chamblee sehen darin eine Gefahr: Wenn zu viele Wildcards verteilt werden, ist das ein Schlag ins Gesicht für Nachwuchs-Talente, die sich gerade erst auf der Tour etablieren wollen. Pepperell fordert klipp und klar, dass die etablierten Ex-LIV-Spieler – abgesehen von Rahm und Hatton – ganz normal durch die Q-School müssen.
Rahms Rückkehr und das LIV-Chaos
Jon Rahm selbst wird wohl bei der Abu Dhabi Aldar Championship im November 2026 sein Comeback auf der DP World Tour geben. Das Turnier am Yas Links, vom 5. bis 8. November, ist der Auftakt der 2026er Playoffs. Da ist die Spannung natürlich auf Anschlag! Auch Tyrrell Hattons nächster Schritt wird mit Argusaugen beobachtet.
Dieses Hin und Her passiert ausgerechnet in einer Zeit, in der LIV Golf selbst am Scheideweg steht. Angeblich wurden die Saudi-Milliarden im April gekürzt, und nur vier Spieler – Richard Bland, Ben Campbell, Brendan Steele und Cameron Tringale – haben sich bis zum 25. Oktober der angeblichen LIV 2.0 verschrieben. Für die DP World Tour ist das ein echtes Dilemma: Bekannte Namen boosten die Turniere, aber verärgerte eigene Spieler? Das ist ein Preis, der wehtun könnte.


