
PIF am Pranger: Dustin Johnson und ein Dutzend weiterer LIV-Golfer fordern vom saudischen Public Investment Fund knallhart „Abfindungen“, nachdem der Geldhahn zugedreht wurde. Die Pros sind stinksauer, denn sie hatten sich auf die Zusagen verlassen und wollen jetzt für geplatzte Vertragsvereinbarungen entschädigt werden. Das geht um richtig dicke Kohle und die Zukunft von LIV Golf.
Die Forderungen dieser Gruppe liegen Berichten zufolge bei über 100 Millionen Dollar – kein Pappenstiel. Namen wie Bubba Watson und Thomas Detry stehen ebenfalls auf der Liste. Brisant: Das PIF soll den Spielern anfangs nur zwei Cent pro Dollar als Abfindung angeboten haben, ein Schlag ins Gesicht, den die Golfer natürlich als völlig unzureichend ablehnten.
LIV 2.0 auf wackeligen Beinen
Die ganze Nummer droht LIV 2.0 massiv zu torpedieren, das für 2027 geplant ist und nicht mehr vom PIF, sondern von BC Partners Credit gestützt werden soll. Bevor sich Golfer auf das neue Modell einlassen, wollen sie absolute Klarheit. Die Gerüchte kochen hoch: Spieler wie Tyrrell Hatton, Ian Poulter und sogar Jon Rahm sollen bereits abgelehnt haben, unter den neuen Bedingungen weiterzumachen.
Die Geister, die sie riefen
Der Frust ist verständlich, besonders wenn man die jüngsten Konkursanträge sieht: LIV zahlte sieben Führungskräften noch 15,6 Millionen Dollar Retention-Boni, darunter allein 6,375 Millionen Dollar an CEO Scott O’Neil, während etliche andere Gläubiger und Anbieter in die Röhre schauten. Dustin Johnson kassierte im relevanten Zeitraum fast 10,7 Millionen Dollar, Bryson DeChambeau 13,9 Millionen und Bubba Watson sowie Cameron Smith jeweils etwa 2,5 Millionen Dollar. Jetzt liegt der Ball beim PIF: Werden sie zahlen, um den Laden zu retten, oder lassen sie die Stars im Regen stehen?


