
John Catlin holt sich den Sieg bei den Link Hong Kong Open, aber dieser Triumph ist mehr als nur ein weiterer Titel auf seiner Vita. Er katapultiert die Asian Tour und damit auch den Golfsport in Hongkong ins Rampenlicht, was für die Szene dort ein echter Gamechanger sein könnte.
Mit einer Hammer-Runde von 64 Schlägen am Sonntag – sechs unter Par – spielte sich der Amerikaner auf insgesamt 20 unter Par und setzte sich mit fünf Schlägen Vorsprung an die Spitze. Aus einer Nacht des Gleichstands wurde eine Catlin-Ein-Mann-Show, der mit sieben Birdies und nur einem Bogey die Konkurrenz links liegen ließ.
Lokalheld und globale Bühne
Während Catlin den Pokal stemmte, sorgte Matthew Cheung aus Hongkong für ein historisches Ergebnis: Er teilte sich mit Kalle Samooja den zweiten Platz bei 15 unter Par und ist damit der bestplatzierte Lokalmatador in der 65-jährigen Geschichte des Turniers. Hongkong wartet zwar noch auf seinen ersten Champion, aber Cheungs Performance war ein Statement. Für Catlin gab es die absolute Sahnehaube: Einladungen zum Masters 2027 – seiner Premiere in Augusta! – und zur Open Championship 2027 in St Andrews sind ihm damit sicher. Von Weltranglistenplatz 447 direkt in den Golfer-Olymp, das ist mal ein Steilpass.
Catlins Comeback-Story
Dieser siebte Titel auf der Asian Tour, der erste seit den Saudi Open 2024, unterstreicht Catlins Comeback-Qualitäten. Er hatte die Asian Tour Order of Merit schon 2024 gewonnen, doch jetzt, mit 35 Jahren und diesen Major-Invites in der Tasche, läuft es für ihn richtig stark. Was als potenzielles Sonntags-Shoot-out mit Lahiri, Pieters und Surratt begann, verwandelte Catlin mit seiner überragenden 64 in einen Alleingang, der nicht nur ihm persönlich, sondern einer ganzen Tour einen massiven Push verpasst.


