
Auf Bermuda bahnt sich ein Drama an, bei dem der Wind zur Hauptrolle avanciert: Séamus Power und Austin Smotherman teilen sich nach drei Runden die Spitze der Butterfield Bermuda Championship mit einem Hammer-Score von jeweils 16 unter Par und 197 Schlägen. Doch der Sonntag wird zu einer echten Zerreißprobe.
Power, der Bermuda-Champion von 2022, zeigte in der dritten Runde eine richtige Machtdemonstration. Mit einer windresistenten 4 unter Par 67 drehte er einen Zwei-Schläge-Rückstand und bewies mit einem 76-Yard (69 Meter) Hole-out und einem Birdie auf dem Par 5 der 17. Bahn, dass sein Spiel läuft. Smotherman hingegen setzte auf Sicherheit und spielte eine clevere 5 unter Par 66, wobei er auf der letzten Bahn aus rund drei Metern das Par rettete.
Wind-Alarm auf dem Grün
Der Wetterbericht für den Finaltag ist brutal: Böen von 75–80 km/h (47–50 mph) werden erwartet. Die Offiziellen haben die Startzeiten bereits nach hinten verschoben, und die Schwere der Vorhersage lässt offen, wie viel vom Finale überhaupt gespielt werden kann. Hier sind Spieler gefragt, die Ballkontrolle und Flugbahn perfekt beherrschen, statt einfach nur Pins zu attackieren.
Dieses Turnier hat für Power eine riesige Bedeutung: Er jagt seinen ersten PGA Tour-Sieg seit vier Jahren. Zudem geht es für ihn als Nummer 103 in den FedExCup Fall-Standings um die volle Spielberechtigung. Smotherman kommt mit ordentlich Rückenwind nach Bermuda, nachdem er vor zwei Wochen die Bank of Utah Championship geholt hat und nun den nächsten Sieg auf der PGA Tour einfahren will.
Nervenkrieg im Atlantik-Sturm
Neben den beiden Führenden lauern Taylor Moore, Corey Conners und Ben Silverman nur zwei Schläge zurück bei 14 unter Par auf dem dritten Platz. Insgesamt zwölf Golfer haben noch Chancen auf den Titel. Power und Smotherman gehen im letzten Flight mit Moore um 8:46 Uhr Ortszeit (13:46 Uhr MESZ) auf die Runde. Wer behält die Nerven, wenn der Atlantik-Sturm die Scorecard durcheinanderwirbelt und holt sich den Sieg? Es wird ein Fest für jeden Golf-Fan!


