
Ein sattes Finanz-Donnerwetter zieht über die Golfwelt, denn die Zahlen sind auf dem Tisch und zeigen: Zwischen Jon Rahm auf der LIV Tour und Scottie Scheffler auf der PGA Tour liegen Welten, zumindest was die offengelegten Einnahmen angeht. Rahm holte sich zwischen Oktober 2025 und September 2026 unglaubliche 26,65 Millionen US-Dollar von LIV Golf – eine Summe, die den PPA-Verträgen und nicht primär den Turnierpreisen geschuldet ist.
Exakt waren es 26.648.787,18 US-Dollar in diesem 12-Monats-Zeitraum. Die größte Einzelzahlung von 6.199.739,90 US-Dollar landete am 3. Oktober 2025 auf seinem Konto, gefolgt von vier weiteren Tranchen zu je rund 4,946 Millionen US-Dollar. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil, nämlich 663.333 US-Dollar, wurde dabei als reines Preisgeld verbucht. Das ist mal ein Paket, das sich der Spanier da geschnappt hat.
Die Rahm-Realität: Cash vor Course?
Die Ironie der Geschichte: LIV Golf soll Rahm angeblich noch weitere 7,5 Millionen US-Dollar geschuldet haben, als die Liga unter Gläubigerschutz ging. Rahm verzichtete aber auf diese Forderungen, um einen „Complete Economic Walk-Away“ zu vollziehen. Was Scheffler in der gleichen Zeitspanne mit seiner PGA Tour Dominanz und seinen Endorsements eingespielt hat, lässt sich anhand dieser Dokumente nicht 1:1 vergleichen. Scheffler war ja auch nie am LIV-Start, deshalb fehlt hier der direkte Vergleich auf Augenhöhe.
LIV 2.0 und Rahms Abgang
Das Drama um Rahm geht weiter: Sein Anwalt machte kürzlich deutlich, dass der Spanier nicht Teil der geplanten LIV 2.0 Version sein wird. Die Deadline für die Spieler, um sich für die restrukturierte Liga zu entscheiden, ist der 25. Oktober 2026. Eine Entscheidung, die für Rahm angesichts der bereits kassierten Millionen wohl kein großer Verzicht sein dürfte.


