
Ein Finish, das selbst Hollywood-Drehbuchautoren neidisch machen würde: Sean Crocker hat sich bei der Genesis Championship seine DP World Tour Karte für 2027 in allerletzter Sekunde gesichert. Der Druck war immens, denn vor der Schlussrunde tanzte er am Rande des Abgrunds, außerhalb der Top 100 der Race to Dubai Wertung. Nur die Elite von 100 Golfern erhält die volle Spielberechtigung für die kommende Saison, und Crocker stand mit dem Rücken zur Wand.
Nach den ersten neun Löchern sah es zappenduster aus: Eine 39, drei über Par, nach Bogeys an der 4, 7 und 9. Das Ding schien gelaufen. Doch dann zündete Crocker den Turbo. Birdies an der 10 und 11 waren nur der Vorgeschmack auf das, was folgen sollte. Ab der Zehn holte er seinen Caddie Stevie Pettit aktiv ins Green-Reading – eine Entscheidung, die Gold wert sein sollte.
Ein Rückweg wie aus dem Lehrbuch
Was dann auf den Back Nine passierte, war eine echte Ansage. Sechs Birdies, kein einziger Schlagverlust, darunter vier in Serie zum Schluss. Das ist nicht einfach nur "gut", das ist die Definition von Nerven aus Stahl. Mit einer 3-unter 68 unterschrieb er seine Karte und katapultierte sich auf den geteilten 34. Platz, insgesamt 4-unter Par. Das reichte: Platz 100 in der Race to Dubai, die letzte Chance auf die volle Tourkarte. Richtig stark.
Q-School oder Tour-Traum?
Währenddessen muss Eddie Pepperell, der verletzungsbedingt nicht am Start war, als 101. den bitteren Gang zur Q-School antreten. Für Crocker, der in dieser Saison keine Top-10-Platzierung verbuchen konnte und elf Turniere in Folge spielte, um seinen Status zu retten, ist das ein Game Changer. Er selbst beschrieb die Back Nine als "wahrscheinlich eine der besten", die er je unter diesen Umständen gespielt hat. Und wir können das nur unterschreiben. Der Traum von einer vollen DP World Tour Saison 2027 ist gerettet!


