
Graeme McDowell packt die Koffer bei LIV Golf und leitet damit offiziell sein nächstes Karriere-Kapitel ein. Der ehemalige US Open Champion hat bestätigt, dass er LIV 2.0 nicht weiter verfolgen wird, was einen echten Shift in der Pro-Tour-Landschaft ankündigt. Mit 47 Lenzen ist McDowell zwar kein Grünschnabel mehr, doch nach vier Saisons bei der Saudi-Liga – der er 2022 beigetreten war – sieht er seine Zukunft anderswo. Seine beste Performance bei LIV war ein geteilter zweiter Platz im Jahr 2025 in Virginia.
Exodus auf dem Grün
McDowells Abgang ist kein Einzelfall, sondern Teil eines umfassenderen Exodus, der LIV Golf gerade ordentlich zusetzt. Jon Rahm und Louis Oosthuizen haben ebenfalls schon ihren Abschied bestätigt, während Namen wie Tom McKibbin, Tyrrell Hatton und Ian Poulter die Liga ebenfalls verlassen haben. Berichten zufolge haben nur etwa 15 Spieler provisorisches Interesse an LIV 2.0 für 2027 bekundet, was die Zukunft des Turnierkalenders ziemlich wackelig aussehen lässt. Das Saudi Public Investment Fund hat seine finanzielle Unterstützung im April zurückgezogen, nachdem es über 5 Milliarden Dollar investiert hatte, und LIV musste im letzten Monat sogar Gläubigerschutz beantragen.
Zurück zu den Wurzeln?
Die große Frage ist jetzt: Wohin geht die Reise für den elffachen DP World Tour Sieger und vierfachen Ryder Cup Spieler? Ein Comeback auf der DP World Tour scheint die wahrscheinlichste Option, auch wenn die Details bezüglich Spielberechtigung und möglicher disziplinarischer Maßnahmen noch geklärt werden müssen. McDowell selbst hatte bereits in Gesprächen mit BBC Sport NI durchblicken lassen, dass die Diskussionen über eine Rückkehr im Jahr 2027 "richtig positiv" verlaufen sind. Sein Abschied von LIV nimmt der Liga einen weiteren Major-Champion und ein bekanntes europäisches Gesicht – ein herber Verlust in dieser Umbruchphase.


