
Was für eine Aufholjagd, die das US-Team beim Presidents Cup hingelegt hat! Vor den Augen von US-Präsident Donald Trump holten sich die Jungs aus Übersee zum elften Mal in Folge den begehrten Pokal. In Medina, Illinois, ging es richtig zur Sache, als die Gastgeber das internationale Team mit einem Endstand von 17:13 in die Schranken wiesen. Dabei sah es vor den letzten zwölf Einzel-Matches alles andere als rosig aus für die Amis: Das Team um Weltranglistenersten Scottie Scheffler lag mit 7,5:10,5 hinten – eine Ausgangslage, die bei vielen schon die Segel streichen lassen würde.
Aber nicht so bei diesen Typen. US-Kapitän Brandt Snedeker, sichtlich bewegt, gab zu Protokoll: "Die Jungs haben nie den Glauben verloren, ich bin so verdammt stolz auf sie." Und er vergaß auch nicht, Präsident Trump für seinen Support zu danken: "Er hat mir gesagt: Ich bringe euch ein bisschen Energie mit, ihr könnt sie gut gebrauchen. Ich habe ihm gesagt: Wenn wir das schaffen, bekommt er die ganze Anerkennung dafür. Also danke, Präsident Trump." Ein klarer Fall von Motivation, die anscheinend richtig stark gewirkt hat.
Der Presidents Cup, der seit 1994 im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen wird, hat sich fest im Golf-Kalender etabliert. Besonderheit: Europäische Spitzenspieler sind im internationalen Team außen vor. Von den bisherigen 16 Austragungen gingen unglaubliche 14 an die USA – eine Dominanz, die ihresgleichen sucht. Auch in diesem Jahr waren die US-Amerikaner wieder mit acht der Top-11-Spieler der Weltrangliste am Start, während das internationale Team von Südkoreas Kim Si-Woo, der Nummer 14 der Welt, angeführt wurde. Trotz der starken Besetzung auf internationaler Seite, am Ende triumphierte wieder einmal die geballte US-Power.


