
Jackson Koivun hat beim Presidents Cup-Debüt gezeigt, wie man aus purem Nervenflattern die Zukunft des US-Golfs schmiedet. Als kontroverser Captain's Pick am Start, verließ er Medinah als einziger ungeschlagener US-Spieler mit einer Bilanz von 2-0-1 und holte sich den entscheidenden 2-up-Sieg im Einzel gegen Si Woo Kim, während die Amerikaner mit 17-13 triumphierten. Eine Performance, die den 21-Jährigen direkt in die Geschichtsbücher katapultiert.
Manchmal braucht es eben diese Extra-Portion Adrenalin: Koivun selbst gab zu, am Donnerstag auf dem ersten Abschlag so sehr gezittert zu haben, wie selten zuvor auf einem Golfplatz. Doch aus diesen nervösen Anfängen entwickelte sich eine unfassbare Gelassenheit, die ihn am Sonntag wie einen alten Hasen durch die entscheidenden Löcher manövrierte. Von wackligen Knien zum unerschütterlichen Matchplayer in nur wenigen Tagen – das muss man erstmal bringen.
Snedekers goldener Riecher
Captain Brandt Snedeker bewies mit dieser Wahl ein unglaubliches Gespür. Viele stellten seine Entscheidung, den damals erst seit drei Monaten professionellen Koivun ins Team zu holen, anfangs infrage. Doch der Youngster lieferte ab, als gäbe es kein Morgen, und rechtfertigte das Vertrauen mit jedem Birdie. Dieser Triumph war übrigens der elfte Presidents Cup-Sieg in Folge für die US-Boys – eine Serie, die so schnell keiner brechen wird.
Rookie-Alarm mit Veteranen-Moves
Koivun, der erste Spieler seit Jordan Spieth 2013, der ohne Tourkarte ins Jahr startete und es dennoch ins Presidents Cup-Team schaffte, spielte wie ein absoluter Veteran. Seine Nervenstärke und sein unbedingter Wille, entscheidende Löcher zu gewinnen, waren richtig stark. Die Stimmen sind sich einig: Jackson Koivun ist nicht nur ein Shootingstar, sondern ein potenzieller Langzeit-Anker für das US-Team und damit die Zukunft des amerikanischen Golfs.


