
Patrick Reed stürmt für eine sofortige Rahm-Rückkehr auf die PGA Tour, selbst wenn es bedeutet, eine Sperre komplett zu umgehen. Das ist mal ein Statement vom Captain America, das die Golf-Welt diese Woche in Aufruhr versetzt hat. Während Rahm selbst noch mit einer potenziellen einjährigen Zwangspause liebäugelt, wirft Reed ein ganz anderes Argument in den Ring: Wer sich das Recht verdient hat, zu spielen, der soll auch spielen. Eine Ansage, die bei der Abu Dhabi Championship kürzlich die Runde machte.
Rahm hatte am Dienstag geäußert, dass er 2027 wohl auf der DP World Tour abschlagen müsste, falls die PGA Tour keine Sonderregelung findet. Doch Reed, der selbst erst im August 2025 von LIV Golf zurückkam und nach seiner Sperre über die DP World Tour (#2 in den Rankings!) seine PGA Tour Card für die nächste Saison gesichert hat, weiß genau, wie das Game läuft. Er betont: Rahms Lebenslauf und Qualifikationen sind so richtig stark, die kann man nicht einfach ignorieren.
Koepkas Weg als Blaupause?
Die Tour steht vor einer echten Zwickmühle. Brooks Koepka, ein weiterer LIV-Rückkehrer, konnte bereits über ein „Returning Member Program“ zurück auf die großen Bühnen. Klar, das kam mit einem Preisschild: verlorene Bonuszahlungen für 2026, keine Player Equity Program Grants bis 2030 und eine satte $5 Millionen Spende für wohltätige Zwecke. Rahm selbst hat durchblicken lassen, dass er solche Auflagen wohl akzeptieren würde – aber er zweifelt, ob die Tour ihm das gleiche Angebot machen würde.
Eine Frage des Prinzips
Für Reed ist die Sache klar: Es geht darum, dass Top-Golfer wie Rahm, mit denen er selbst immer gern gespielt hat, dort am Start sein sollten, wo die Action ist. Die Entscheidung liegt jetzt beim Leadership der PGA Tour: Sollen sie ein Exempel statuieren oder den Weg für eine Ausnahmeregelung, ähnlich wie bei Koepka, wieder öffnen? Es läuft auf eine harte Entscheidung hinaus, die die Zukunft der Tour mitprägen könnte.


