
Die Behauptung, LIV Golf habe die European Tour zerstören wollen, ist keine Spekulation mehr – Rory McIlroy höchstpersönlich hat den Vorwurf untermauert. Der Nordire stellte sich voll hinter Guy Kinnings, den CEO der DP World Tour, der die aggressive Strategie von LIV als Versuch zur Zerstörung des etablierten Circuits darstellte und das Profi-Golf so zu einem echten Wettrüsten machte.
McIlroy, am Start der Abu Dhabi Aldar Championship, bekräftigte Kinnings' Bericht, wonach LIV-nahe Figuren während des Masters 2026 in Augusta ganz offen über die Eliminierung der European Tour gesprochen haben sollen. LIV habe gezielt Spieler und Sponsoren abgeworben, was das gesamte Männer-Profigolf in eine "arms race" stürzte und den Markt massiv verzerrte.
Blasenwirtschaft am Abschlag
Für McIlroy ist das Ganze eine "künstliche Ökonomie". Er bezeichnet die exorbitanten Spielerzahlungen als eine Blasenwirtschaft, die nicht nachhaltig ist. Berichte besagen, dass der saudi-arabische Public Investment Fund seine Unterstützung nach Investitionen von über $5 Milliarden zurückgezogen hat und LIV daraufhin Gläubigerschutz beantragen musste. Ein klares Zeichen, dass das System wackelt. Die angebliche Absicht, die DP World Tour zu "zerstören", steht im krassen Gegensatz zu späteren Aussagen, man wolle den Golfsport lediglich "komplettieren", nicht bekämpfen.
Harter Cut für Abtrünnige?
Die Kommentare von McIlroy verleihen der DP World Tour ordentlich Rückenwind, die ihren Kurs gegenüber LIV-Spielern verschärft. Ab 2027 könnten Jon Rahm und Sergio García zu den prominenten Ex-Mitgliedern gehören, deren Teilnahme und Mitgliedschaft eingeschränkt werden soll. McIlroys Unterstützung stärkt die Tour in ihrer Haltung – es geht nicht nur um sportliche Streitigkeiten, sondern um das institutionelle Überleben. Aktuell liegt McIlroy selbst übrigens auf Platz drei im Race to Dubai, direkt hinter Eugenio Chacarra und Patrick Reed.


