
Der Traum vom großen Abschlag platzte für Hunderte von Golfern brutal: Die Asian Tour hat ihre 2027er Q-School kurzfristig abgesagt, und das Chaos rund um LIV Golf 2.0 eskaliert. Was als Neuanfang für die umstrittene Liga gedacht war, entwickelt sich zur absoluten Hängepartie, während reihenweise Spielerträume und Eintrittsgebühren auf der Strecke bleiben. Das PIF hält sich bedeckt, und der geplante Re-Start mit BC Partners für 2027 steckt in ernsten Schwierigkeiten.
Intern steht LIV 2.0 bereits mit dem Rücken zur Wand. Das PIF soll die Unterstützung für das bisherige Modell zurückgezogen haben und zweifelt offenbar an den Absichten von BC Partners, die mit bis zu 300 Millionen Dollar am Start sein könnten. Gleichzeitig drücken LIV rund 400 Millionen Dollar an Spieler-Verpflichtungen, ein Großteil davon geht an Superstars wie Jon Rahm und Bryson DeChambeau. Die Liga braucht jetzt dringend die Zustimmung von 50 Prozent der finanziell betroffenen Spieler, die zwei Drittel des Gesamtwerts der Ansprüche repräsentieren müssen, um überhaupt eine Chance zu haben.
Der Dominostein fällt weiter
Die Nachbeben der LIV-Turbulenzen erschüttern auch andere Touren. Die Asian Tour musste als direkte Konsequenz ihre 2027er Q-School streichen und verspricht nun, allen bereits angemeldeten Spielern die Teilnahmegebühren zurückzuerstatten. Hunderte Talente, die vom Sprung in die Profiliga geträumt haben, stehen plötzlich vor dem Nichts und müssen ihre Pläne für 2027 als "Neuaufbaujahr" abhaken, nachdem die Saudi-finanzierte International Series Geschichte ist. Da ging es nicht nur um Startgelder, sondern um Lebensentwürfe, die auf einen Schlag wertlos wurden.
Ungewisse Bahnen für 2027
Berichte legen nahe, dass das PIF die BC Partners ordentlich unter Druck setzt, um zu beweisen, dass sie es ernst meinen mit der Zukunft von LIV. Ein Kredit von 10 Millionen Dollar in der Insolvenzphase soll diese Ernsthaftigkeit unterstreichen. Es ist ein erbarmungsloser Kampf hinter den Kulissen, der die Frage aufwirft, ob LIV Golf überhaupt aus der Insolvenz herausfindet und einen stabilen 2027er Spielplan an den Start bringen kann. Momentan läuft hier gar nichts nach Plan, und die Wolken über dem Golf-Zirkus werden immer dichter.


