
Die DP World Tour balanciert auf einem Drahtseilakt: Obwohl die Playoffs im November in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden sollen, schrillen im Hintergrund die Alarmglocken und Notfallpläne für Europa werden geschmiedet. Die Tour steht unter Druck, denn obwohl offiziell alles beim Alten bleibt, sorgen Sicherheitsbedenken bei Spielern wie Matt Fitzpatrick für Zündstoff. Tour-Boss Guy Kinnings beharrt darauf, dass die Saisonfinali in Abu Dhabi und Dubai über die Bühne gehen werden, doch die Gerüchteküche brodelt.
Spieler-Poker um die Sicherheit
Die Lage ist verzwickt: Während Matt Fitzpatrick öffentlich bekundet, sich derzeit nicht wohlzufühlen, in die Region zu reisen, gibt sich Rory McIlroy gewohnt pragmatisch. Er vertraut darauf, dass die Spieler nur dorthin geschickt werden, wo die Sicherheit garantiert ist. Diese unterschiedlichen Ansichten zeigen, wie angespannt die Stimmung hinter den Kulissen ist. Kinnings betont, die Planungen liefen auf Hochtouren, Yas Links und Jumeirah Golf Estates bereiteten sich auf das Spektakel vor.
Plan B im Hinterkopf
Trotz der klaren Ansage der Tour sind die Notfallplanungen längst angelaufen. Berichten zufolge wird der Real Club de Golf Sotogrande in Südspanien als mögliche Ausweichlocation gehandelt, und auch Plätze in Portugal stehen auf der Liste. Sotogrande wäre dabei keine Unbekannte – das Andalucia Masters hat dort bereits bewiesen, dass die Anlage DP World Tour-tauglich ist. Die Sorge vor eskalierenden regionalen Spannungen, an denen Israel, Iran und die USA beteiligt sind, treibt die Tour zur Vorsicht.
Die Tour muss einen Spagat schaffen: Die operative Vorbereitung für die Events in den VAE läuft, gleichzeitig muss sie den berechtigten Sicherheitsbedenken ihrer Stars Rechnung tragen. Ein Umzug ist aktuell unwahrscheinlich, das ist die offizielle Linie. Doch die Situation wird genau beobachtet, und die Optionen für eine rasche Verlegung, sollten die Umstände dies erfordern, liegen bereit in der Schublade.



