
Der Kooyonga Golf Club zwingt LIV Golf vor Gericht zur Entscheidung: Kommt das Adelaide-Event 2027 oder nicht? Ein Antrag beim U.S. Bankruptcy Court soll Klarheit schaffen, denn LIV steckt selbst im Chapter 11 Insolvenzverfahren. Der Club will nicht länger im Ungewissen schweben und fordert eine schnelle Antwort bis zum 6. November, während eine Anhörung bereits am 7. Oktober stattfinden soll.
Kooyonga geht es darum, nicht auf den eigenen Kosten sitzenzubleiben. Sollte LIV den Vertrag für das Turnier später noch platzen lassen, stünde der Club massiv in der Kreide. Dabei war das LIV Golf Adelaide Event bis 2031 in Südaustralien fest eingeplant, bevor es ab 2028 zum North Adelaide Golf Course umziehen sollte. Die Clubverantwortlichen betonen trotzdem: Sie wollen das Event weiterhin auf ihrem Grün.
Rechtsstreit ums Grün
Die Situation ist ernst, das zeigt auch die Reaktion des südaustralischen Finanzministers Tom Koutsantonis, der das 2027er Event bereits als „unwahrscheinlich“ bezeichnet. Der gerichtliche Schritt ist eine Schutzmaßnahme Kooyongas. Ohne sie könnte der Chapter 11 Prozess die Entscheidung über bestehende Verträge auf unbestimmte Zeit verzögern. Das ist die erste konkrete Reaktion eines Austragungsorts auf die Schieflage von LIV Golf und ein echter Paukenschlag.
Adelaide vor dem Aus?
Dieser Rechtsstreit hat das Potenzial, nicht nur die Ausgabe 2027 in Adelaide zu kippen, sondern auch die gesamte Planung für die LIV-Events in Südaustralien und den Übergang zum neuen Kurs ab 2028 durcheinanderzuwirbeln. Die Golfwelt blickt gespannt nach Australien und in die USA, wo sich entscheidet, ob LIV Golf sein Versprechen halten kann oder ob das Gerichts-Drama auf dem Grün die Tour noch weiter ins Wanken bringt.


