
Der Solheim Cup wirft seinen Schatten voraus – und Esther Henseleit, unsere Olympia-Zweite von Paris, ist Feuer und Flamme für die Entwicklung im Frauen-Golf. Die 27-jährige Golferin macht klar, wie sich der Sport richtig stark entwickelt hat. „Es ist genial, dass wir heute sichtbarer sind und Mädchen, die jetzt mit dem Golfsport anfangen, uns im TV und auf Social Media folgen können“, so Henseleit. „Weltweit haben wir uns richtig stark weiterentwickelt, in Deutschland läuft das auch an.“
Als sie selbst 2008 mit dem Schläger anfing, da lief im Fernsehen noch fast nur Herren-Golf. "Was da richtig geholfen hat, war Martin Kaymer", erinnert sich Henseleit. "Er hat damals so richtig stark gespielt, war für meine Generation der Gamechanger: Er zeigte, dass es auch aus Deutschland heraus möglich ist, vorn mitzuspielen." Im Frauen-Bereich? Da war der Solheim Cup damals das einzige Event, das überhaupt übertragen wurde.
"Ein echtes Highlight damals", betont sie. Dieses Feuer wird sie auch bei ihrer zweiten Teilnahme ab diesem Freitag spüren, im Bernardus-Golfclub in Nordbrabant, Niederlande. "Es fühlt sich fast wie ein Heimspiel an, wir sind nur dreieinhalb Stunden von meinem Heimatort weg", erzählt Henseleit. "Meine ganze Familie ist am Start!"
Klar, der Puls geht vor solchen Events höher als bei normalen Turnieren, aber an das Rampenlicht hat sich die gebürtige Niedersächsin aus dem Landkreis Friesland über die Jahre gewöhnt. "Ich liebe das: Diese Anspannung hilft mir, mich zu fokussieren", sagt sie. "Im Golf ist es zum Glück so, dass die Zuschauer dich pushen und wollen, dass du gut spielst. Wir spielen also inmitten von positiver Energie, das liefert puren Spaß."


