
Justin Thomas hat kein Blatt vor den Mund genommen und die Posse um Lucas Glovers Stachel-Spuren bei der 3M Open als 'mind-blowing' und doch irgendwie 'petty' bezeichnet, aber eben auch als absolut verständlich. Der US-Superstar wittert eine unglaubliche Zielscheiben-Aktion gegen Glover, die das Grün ordentlich zum Brodeln brachte. Thomas' Respekt vor Glovers Reaktion ist jedenfalls richtig stark.
Das Drama spielte sich kürzlich bei der 3M Open ab, als ein Rules Official Lucas Glover mitteilte, die nachfolgenden Spieler würden sich über seine Spike Marks auf den Grüns beschweren. Für Justin Thomas war klar: Glover zog daraus seine ganz eigene Konsequenz. Er vermutete, Glover wollte damit signalisieren, dass Beschwerden direkt und nicht über Umwege bei ihm landen sollten – ein Move, der zwar "petty", aber eben auch verständlich ist, wenn man selbst in der Schusslinie steht.
Wenn das Grün zum Schlachtfeld wird
Was Thomas dabei am meisten auf die Palme bringt, ist die gezielte Attacke auf Glover. Wie bitte wählt man aus dem gesamten Feld ausgerechnet ihn aus, fragt sich Thomas ungläubig. Gerade bei weichen, anfälligen Grüns werden die Spuren der Spikes von unzähligen Spielern hinterlassen – ein weit verbreitetes Problem und eben keine One-Man-Show. Thomas erinnerte auch an Glovers AimPoint-Methode, die seine Putts vielleicht nicht unbedingt "grüner" macht, aber sicher auch nicht exklusiv für das ganze Spike-Chaos verantwortlich ist.
Ein Hauch von Theater auf der Tour
Diese ganze Geschichte rund um die Spike Marks ist kein Novum, aber die aktuelle Episode zeigt, wie dünn das Eis manchmal sein kann, wenn es um die ungeschriebenen Gesetze auf dem Grün geht. Es ist mehr ein Blick hinter die Kulissen der Tour-Etikette, als dass es sich um harte Disziplinarmaßnahmen handelt. Thomas' Statement liefert aber mal wieder den Beweis, dass selbst bei den Pros die Nerven blank liegen können und jeder seine eigene Auffassung von Fair Play hat.


