
Ein Comeback für die Geschichtsbücher – Alison Lee hat beim Solheim Cup 2026 nicht nur einen epischen 4-Down-Rückstand gedreht, sondern sich auch unsterblich gemacht. Während Europa am Ende den Pott holte, lieferte die US-Amerikanerin in ihrer Einzelpartie gegen Esther Henseleit eine Performance ab, die als größtes Einzel-Comeback in der Solheim Cup Historie gefeiert wird.
Lee lag nach neun gespielten Löchern satte 4 Down und schien schon abgeschrieben. Doch die Lady hatte andere Pläne. Auf den letzten sieben Löchern zündete sie den Turbo, lochte fünf Birdies und holte sich den Sieg noch mit 1 auf. Besonders dramatisch: Von Loch 12 bis 14 gelangen ihr drei Birdies in Serie. Das ist nicht einfach nur „gut gespielt“, das ist eine Willensleistung, die man sonst nur aus Hollywood kennt. Seit 2015 gab es kein derartiges Comeback mehr im Einzel.
Herzschlagfinale im Bernardus Golf
Trotz Lees Hammer-Runde konnte das US-Team den Solheim Cup nicht für sich entscheiden. Am Ende triumphierte Team Europa mit 15-13 im heimischen Bernardus Golf in den Niederlanden und holte sich die Trophäe zurück. Doch Lees Einzel-Sieg war der erste Punkt für die USA an diesem finalen Sonntag und zeigte, was für ein Kämpferherz in ihr steckt. Ihr persönlicher Rekord von 4-0 an diesem Solheim Cup unterstreicht, wie stark sie die ganze Woche am Start war. Sie gehört damit zu einem kleinen Kreis von Spielerinnen, die eine makellose 4-0-Bilanz im Solheim Cup vorweisen können.
Lees perfekte Woche
Nicht nur Lee spielte überragend. Auch Linn Grant aus dem europäischen Team glänzte mit einer 4-0-Bilanz. Damit gehören die beiden Golferinnen als neunte und zehnte Spielerin zur Elite, die einen Solheim Cup mit dieser perfekten Bilanz abgeschlossen haben. Lees unfassbares Comeback, das jetzt schon als eines der prägendsten Momente des Solheim Cups 2026 gehandelt wird, verdeutlicht den dramatischen Spannungsbogen dieses Turniers. Ein individuelles Highlight, das die Gesamtniederlage fast vergessen lässt.



