
Carlota Ciganda hat einmal mehr das Kunststück vollbracht, Europa im Solheim Cup mit einer überragenden Matchplay-Leistung im Rennen zu halten und den ersten Tag mit einem spannenden 4-4 Unentschieden zu beenden. Im Bernardus Golf in den Niederlanden zementierte sie am Freitagabend ihren Status als absolute Legende des Team-Wettbewerbs, als sie auf der 18 eine Druck-Par sicherte.
Die Nerven lagen blank, als Europa und die USA an diesem ungewöhnlich ausgeglichenen ersten Tag in beiden Freitag-Sessions jeweils 2-2 spliteten. Das ist das erste Mal in der Geschichte des Solheim Cups, dass die Teams nach den ersten beiden Sessions gleichauf lagen – ein echtes Novum. Ciganda war an der Seite von Rookie Julia López Ramírez am Start und traf auf das US-Duo Nelly Korda und Lauren Coughlin. Das Match stand auf der 18. Bahn all square, die Spannung war greifbar.
Nerven aus Stahl am 18. Grün
Was dann passierte, war Solheim Cup pur: Korda und Coughlin verpassten beide ihre Birdie-Chancen auf dem finalen Grün. Der Ball lag bei Ciganda. Aus rund 12 Feet (etwa 3,7 Meter) lochte sie den Par-Putt eiskalt ein. Dieser Moment war spielentscheidend und sicherte Europa den halben Punkt, der verhinderte, dass die USA mit einer 5-3 Führung in den Samstag starteten. Richtig stark, wie sie das unter diesem enormen Druck abgeliefert hat!
Ciganda: Eine wahre Matchplay-Maschine
Ciganda hat einfach diese spezielle Solheim Cup DNA. Schon 2023 war sie ein Schlüssel zum europäischen Sieg und zur Titelverteidigung in Finca Cortesin, wo sie Nelly Korda im Einzel mit späten Birdies besiegte. Ihr jüngster Coup passt perfekt in dieses Muster und unterstreicht, dass sie in den kritischsten Momenten abliefert. Dank dieser Hammer-Leistung ist für Europa noch alles drin.


