
Anna Nordqvist schickte Charley Hull als Erste in die Sonntags-Singles – ein „No-Brainer“, der Team Europa den Solheim Cup 2026 sicherte und einmal mehr bewies: Captains-Entscheidungen machen den Unterschied. Beim Stand von 8-8 vor dem finalen Tag war die Spannung auf dem Gruen zum Zerreißen gespannt, jeder Punkt zählte wie ein Major-Sieg. Eine Wette, die sich mehr als auszahlte und Europa den Titel zurück auf den Kontinent holte.
Für Nordqvist war die Entscheidung glasklar, basierend auf eiskalten Stats: Hull und Lottie Woad gehörten zu den besten Birdie-Makern der Woche. Dazu die Erwartung, dass Carlota Ciganda im weiteren Verlauf richtig stark abliefern würde. Ein taktischer Schachzug, der das Momentum von Beginn an auf die europäische Seite zog und die Weichen für eine Hammer-Runde stellte.
Tempomacherin Hull und die Siegerformel
Charley Hull, auf Position eins gesetzt, lieferte ab wie ein Uhrwerk und setzte ein klares Statement. Mit einem souveränen 3&2-Sieg über Megan Khang gab sie dem Team den Push, den es dringend brauchte, und legte den Grundstein für den späteren 15-13-Triumph. Das war nicht nur ein Sieg, das war eine Ansage, die durch Bernardus Golf hallte.
Abschied mit Titel: Nordqvist rockt das Captaincy
Während Hull das Tempo vorgab, sicherten Lottie Woad mit dem entscheidenden 14½-Punkte-Coup und Carlota Ciganda den Deckel drauf. Es war ein emotionaler Sieg für ganz Europa, der gleichzeitig einen glanzvollen Abschluss für Anna Nordqvists Captaincy markierte, die zwei Wochen zuvor ihren Rücktritt vom aktiven Profigolf angekündigt hatte. Was für ein Abgang!



