
Brandel Chamblee haut schon wieder einen raus: Kann Scottie Scheffler wirklich an Jack Nicklaus und Tiger Woods vorbeiziehen? Laut Golf-Guru Chamblee ist die Antwort knallhart: eher nicht. Die moderne Konkurrenz macht den Weg zur Golf-Legende von Woods' und Nicklaus' Kaliber einfach zu steil.
Dabei liest sich Schefflers Vita schon jetzt richtig stark. Seit dem Masters 2022 hat er sich vier Majors geholt und ihm fehlt nur noch eine U.S. Open für den Karriere-Grand-Slam. Dazu kommen über 20 PGA Tour Siege – eine Bilanz, die seinesgleichen sucht und ihn klar zur aktuellen Nummer 1 macht. Man könnte meinen, es läuft bei ihm.
Eine Frage der Epoche?
Chamblee argumentiert mit Historie. Nicklaus und Woods hatten einen „frühen Start“. Heute sei es absurd schwer, zweistellige Major-Siege einzufahren – das sei, als würde ein Baseballer permanent einen Batting Average von .400 auflegen. Für ihn bleibt Nicklaus der unantastbare Major-Champion, während Woods' Peak-Phase von 1998/1999 bis 2002 als das krasseste Golf aller Zeiten in den Annalen steht.
Team-Tücken trotz Dominanz
Scheffler dominiert die Einzel-Rankings wie kein Zweiter, doch bei Team-Events wie dem kürzlichen Presidents Cup gab’s auch Reibungspunkte. Trotz seiner sonstigen Überlegenheit zeigt seine Match-Play-Bilanz im Presidents/Ryder Cup eine überraschende 1-8-1 Statistik. Doch das ändert nichts daran, dass er für die kommenden US-Teams weiterhin gesetzt ist. Die Debatte um sein Vermächtnis bleibt also spannend.


