
Rory McIlroy zündet den Turbo! Mit einer Fünf-unter-Par-Runde bei der PGA Championship mischt er das Feld auf und jagt Leader Ryan Gerard, der die Spitze fest im Griff hat.
Dabei sah es nach dem ersten Tag auf dem Wentworth Course, südwestlich von London, noch zappenduster aus: Drei Bogeys auf den letzten sechs Löchern der Eröffnungsrunde waren kein Ruhmesblatt. Doch am Freitag zeigte der Nordire, einer von nur sechs Golfern, die alle vier Major-Titel in der Tasche haben, ein komplett anderes Gesicht. Der amtierende US Masters Champion legte los wie die Feuerwehr und scorte drei Birdies auf seinen ersten fünf Löchern.
Der 37-jährige McIlroy, der darauf brennt, Patrick Reed im Kampf um seinen achten Race to Dubai Titel abzufangen – ein Rekord für die Ewigkeit! –, musste zwar auf der Par-Vier der Acht einen Schlag abgeben und ging mit 33 Schlägen auf die Back Nine. Doch auf der Elf holte er sich den verlorenen Schlag mit einem Birdie aus gut 16 Fuß direkt zurück. Ein weiteres Birdie auf der Par-Drei der 14, nur um auf der 16 wieder ein Bogey zu kassieren. Auf der 17 fehlte ihm nur ein Haar für den Eagle-Putt, aber den Tap-in zum Birdie nahm er locker mit. Und als ob das nicht genug wäre, legte er auf dem letzten Loch noch ein Birdie drauf und unterschrieb die 67.
Für Patrick Reed war der Tag früh beendet: Mitten in seiner zweiten Runde musste der Amerikaner verletzungsbedingt aufgeben – da lag er schon neun über Par.
Ryan Gerard, der schon mit Fünf-unter-Par in den Tag gestartet war, packte auf der 17 noch einen drauf: Ein Eagle aus satten 20 Fuß, das ihm die alleinige Führung sicherte! Und als krönenden Abschluss schnappte er sich auf dem letzten Loch noch ein Birdie und legte eine Wahnsinns-Runde von 65 aufs Parkett. Australiens Adam Scott spielte ebenfalls eine 67 und liegt jetzt bei Zehn-unter-Par, nur zwei Schläge hinter Gerard und teilt sich den zweiten Platz mit Italiens Filippo Celli. Scott kommentierte seinen Lauf trocken: "Ich hatte ein paar ruhige Wochen. Ich fühlte mich golftechnisch vielleicht nicht optimal vorbereitet, aber mental war ich topfit. Das hat mir in den letzten Tagen echt geholfen."
US PGA Champion Aaron Rai, der in einer echten Star-Flight mit McIlroy und British Open Champion Ryan Fox unterwegs war, beendete seine Runde mit einem Birdie-Birdie-Finale und einer 69. Damit liegt der Engländer neun unter Par, gleichauf mit dem Spanier Manuel Elvira. Neuseelands Fox gehört zu einem Quintett von Spielern, die bei Acht-unter-Par stehen – darunter auch McIlroy, Englands Ross Fisher, Spaniens Ignacio Elvira und JJ Spaun aus den USA.


