
Rory McIlroys Free Relief auf Wentworth war alles andere als ein Zufallsprodukt – dahinter steckte eine clevere Auslegung der Regeln, die selbst gestandene TV-Kommentatoren erstmal ins Grübeln brachte. Was auf den ersten Blick wie ein Freifahrtschein aussah, war in Wahrheit eine präzise Entscheidung der Officials, basierend auf einer lokalen Regel. Hier wurde Golf-Brainpower angewendet, um eine eigentlich brenzlige Situation regelkonform zu entschärfen.
Der Ball des Nordiren landete auf der Par-3 14th des Wentworth Golf Clubs gefährlich nahe am Aus-Zaun, auf einem schmalen Grasstreifen zwischen dem Cart Path und der Absperrung. Für viele sah das nach einem sofortigen Penalty aus, doch die Turnierleitung sah das anders. Sie entschieden, dass dieser Grasstreifen als Teil einer unbeweglichen Behinderung – bestehend aus dem Karrenweg und dem temporären Zaun – behandelt wurde. Eine geniale Auslegung, die Rory einen straffreien Drop ermöglichte.
Die Magie der lokalen Regel
Der Schlüssel lag in einer lokalen Regel, die die Relief Area erweiterte. Obwohl der Zaun Rorys Rückschwung blockierte und ein normaler Stand nicht möglich war, beurteilten die Officials, dass ein „reasonable shot“ unter diesen Bedingungen denkbar gewesen wäre, hätte der Zaun nicht im Weg gestanden. Diese spezielle Regelung sorgte dafür, dass McIlroy nicht bestraft wurde. So konnte der Superstar nach dem Drop mit einem coolen Up & Down das Par retten – ein Momentum-Retter erster Güte.
Rorys Auf und Ab auf dem Grün
Trotz dieses glücklichen (und regelkonformen!) Moments legte Rory McIlroy am 17. September 2026 eine eher gemischte Runde hin. Er startete richtig stark, die ersten zehn Löcher liefen wie am Schnürchen, doch er konnte den anfänglichen Schwung nicht bis zum Ende halten. Am Ende stand eine 69 auf der Scorecard, ein ordentlicher Auftakt bei der BMW PGA Championship, die aber noch Luft nach oben lässt.


