
Bryson DeChambeaus YouTube-Imperium wäre ohne LIV Golf nie so durch die Decke gegangen, da ist sich Greg Norman sicher – und die PGA Tour-Jungs würden vor Neid platzen. Der Shark feuert die nächste Breitseite im ewigen Tour-Battle ab, denn für ihn ist der Mega-Erfolg des Mad Scientist jenseits des Grüns untrennbar mit dem LIV-Modell verbunden. Ein klares Statement im Kampf der Touren.
Laut Norman ermöglichte es das LIV-Modell, dass DeChambeau seine eigene IP monetarisieren konnte und weniger Zeit auf einem vollgepackten PGA Tour-Kalender verbringen musste. Ohne diese Freiheit, so Norman, hätte der YouTube-Crossover keine Chance gehabt – die PGA Tour hätte die Rechte an sich gerissen. Dabei reden wir hier von einem Kanal mit über 2.89 Millionen Abonnenten und Videos, die locker die 1-Million-Marke knacken.
Zeit ist Geld, Baby
Viele PGA Tour-Pros würden sich fragen: "Warum mache ich das nicht auch?", mutmaßt Norman. Er sieht einen klaren Vorteil in LIVs kürzerem Zeitplan, der es DeChambeau ermöglichte, sich auf Projekte außerhalb des reinen Turnier-Golfs zu konzentrieren. So lässt sich nebenbei eine riesige digitale Präsenz aufbauen, die für die Marke DeChambeau richtig läuft.
Die Fronten verhärten sich
Und während der Shark so Giftpfeile verschießt, bläst die PGA Tour gleichzeitig zum Gegenangriff: Tour-Boss Brian Rolapp machte kürzlich klar, dass die Tour eine knallharte Meritokratie ist und ein Comeback-Programm für abtrünnige LIV-Spieler aktuell kein Thema ist. Das ist mal eine Ansage, die Normans Vergleich zwischen den Modellen nur noch mehr Würze verleiht. Klar ist: Normans Argumentation zur IP-Rechtefrage ist Teil des Dauerfeuers im Tour-Krieg. Die Details der Verträge können komplex sein, aber eines ist offensichtlich: LIV Golf hat einigen Stars eine Bühne für ihre Personal Brand geboten, die so richtig läuft. Die Diskussion, ob dieser Weg auch für andere machbar ist, wird uns sicher noch lange begleiten.


