
Die Golfwelt blickt gebannt auf jene legendären Grüns, die einst als neue LIV-Hochburgen gehandelt wurden und jetzt im Schwebezustand hängen, weil die Zukunft der LIV Golf Tour so ungewiss ist. Trotz der dicken Fragezeichen schieben manche dieser Top-Spots den Umbau voran, während die Tour-Ungewissheit den Marketing-Turbo für „LIV-Ready“-Plätze massiv bremst.
Beim North Adelaide Golf Course beispielsweise treibt die südaustralische Regierung ein massives Umbauprojekt voran. Das Ding ist zwar politisch umstritten, aber an die Hoffnung geknüpft, LIV Golf oder andere Elite-Events auf die Anlage zu locken. Aktuelle Luftbilder zeigen: Da läuft richtig was auf der Baustelle, die Bagger stehen nicht still. Die Maßnahmen sollen das Gelände fit für Weltklasse-Golf machen, und die Regierung verweist auf die Rechte, die Australian Open ab 2028 dort auszurichten – ein starkes Argument für die Investition.
LIV im Wartestand
Das Drama um die Zukunft von LIV Golf ist der Kern des Problems. Der Tour fällt es Berichten zufolge immer noch schwer, Investoren an Land zu ziehen. Diese Unsicherheit macht alle Golforganisationen vorsichtig, wenn es um langfristige Pläne mit LIV-Beteiligung geht. Die R&A hat die Ausnahme für die Open über die LIV Golf Order of Merit erst mal auf Eis gelegt, bis der LIV-Kalender für 2027 feststeht – ein klares Zeichen, wie sehr der Status der Tour noch in der Luft hängt.
Was passiert also mit den Plätzen, die sich auf LIV eingeschossen haben? Sie stecken in der Zwickmühle zwischen Regierungen und Eigentümern, die sich die fetten Einnahmen von Top-Events sichern wollen, und der wackeligen Zukunft von LIV, die jede langfristige Planung zum Hürdenlauf macht. Valderrama, einst ein LIV-Spot, könnte laut Insidern eine Rückkehr zur DP World Tour in Betracht ziehen, wenn die LIV-Bankrottgerüchte stimmen – ein echter "safety net"-Move.
Showdown und Zukunfts-Indikatoren
Alle Augen sind auf den 1. Oktober gerichtet: Dann wird ein Gerichtsurteil über das North Adelaide-Projekt erwartet, das auch wegen des möglichen Verlusts von hunderten Bäumen vor Gericht gelandet ist. Das ist der nächste Meilenstein. Und natürlich die nächste Entscheidung der R&A bezüglich der LIV-bezogenen Open-Ausnahmen. Sie wird uns sagen, wie viel Vertrauen Top-Venues in LIV-Events setzen können – oder eben nicht.



