
Nelly Korda macht ernst: Die Women’s Team Golf League (WTGL) geht in ihre Premierensaison, doch der größte Name im Frauengolf glänzt mit Abwesenheit, weil Korda weiter auf ein Mixed-Gender-Format pocht und eine Trennung von Männern und Frauen als "riesigen und unglaublichen Missgriff" abstempelt. Die aktuelle Kaderbekanntgabe der Liga bestätigt damit Kordas konsequente Haltung, die sie bereits Anfang des Jahres klar machte.
Die WTGL hat diese Woche ihre fünf Gründungsteams und die dazugehörigen Rosters für die erste Saison bekannt gegeben, die im November und Dezember 2026 über die Bühne gehen soll. Nelly Korda, unbestreitbar das Aushängeschild des modernen Frauengolfs, steht auf keiner dieser Listen – eine Nicht-Nominierung, die keine war, denn die Amerikanerin hat sich schlichtweg nicht angemeldet.
Eine klare Ansage an die Big Player
Kordas Position ist keine neue Nummer: Schon im Januar 2026 lobte sie zwar die Idee, das Frauengolf voranzutreiben, kritisierte aber scharf das Fehlen von gemischten Wettbewerben und gleichberechtigten Männer-Frauen-Teams. Die Liga selbst wird von keinem Geringeren als Sportmanager Mike McCarley, Tiger Woods und Rory McIlroy in Partnerschaft mit der LPGA Tour auf die Beine gestellt – da braucht es schon Mumm, um eine solche Ansage zu machen.
Das Gewicht einer Nummer 1
Ihre Weigerung ist ein echtes Statement. Korda gilt als die wichtigste Spielerin im Frauengolf überhaupt, und ihre Abwesenheit hinterlässt eine massive Lücke im Debüt der Liga. Obwohl die WTGL mit anderen Top-Spielerinnen der LPGA glänzen kann, ist es Kordas Fehlen, das die Schlagzeilen dominiert – nicht zuletzt wegen ihrer klaren und konsequenten öffentlichen Kommentare. Ihr kürzlicher 50. Platz beim FM Championship gerät da völlig in den Hintergrund; hier geht es um Prinzipien und die Zukunft des Golfsports.


