
Brandt Snedeker, der US-Kapitän beim Presidents Cup, hat sich öffentlich zerlegt und eingestanden, sein Team eiskalt im Stich gelassen zu haben. Diese knallharte Selbstkritik kommt, nachdem seine Taktik und die Paarungs-Entscheidungen ordentlich unter Beschuss geraten sind. Er spricht von Fehlern, die er gemacht hat, besonders die brisante Entscheidung, Scottie Scheffler an einem Samstag bei den Foursomes auf die Bank zu setzen, während die USA früh schon tief in den Miesen steckten. Nach dem ersten Tag stand es bereits 7-3 gegen die Amerikaner.
Taktische Geniestreiche oder Eigentore?
Die Entscheidung, den amtierenden Weltranglisten-Ersten Scottie Scheffler auszusetzen, war ein Paukenschlag. Snedeker sprach von einer Verschnaufpause für Scheffler, um ihn für die Singles fit zu kriegen – ein Move, der angesichts der prekären Lage des Teams sofort für wilde Spekulationen sorgte. Auch die Foursomes-Paarung von Justin Thomas und Cameron Young am Freitag, die verloren ging, musste Snedeker später als einen Fehler eingestehen, den er im Nachhinein anders gemacht hätte.
Rettungsversuch in letzter Minute?
Der Kapitän ist in Interviews immer wieder tief in sich gegangen und hat die volle Verantwortung für die missliche Lage übernommen, obwohl er betonte, nur das Beste für seine Jungs gewollt zu haben. Jetzt stellt sich die Gretchenfrage: Können die US-Boys nach diesen frühen taktischen Fehlzündungen noch die Kurve kriegen und einen Comeback-Lauf starten?



