
Für die entscheidenden Foursomes am Samstagnachmittag setzte US-Kapitän Brandt Snedeker seinen World No. 1 Scottie Scheffler tatsächlich auf die Bank – eine Ansage, die in der Golfwelt für ordentlich Gesprächsstoff sorgt. Diese überraschende Bank-Entscheidung ist ein klares Signal in einem Presidents Cup, der für Team USA bisher alles andere als rund läuft.
Das International Team thront nach einem sauberen Sweep am Freitag mit einer komfortablen 7:3-Führung. Ein harter Schlag für die US-Boys, die ihre Dominanz im Presidents Cup eigentlich ausbauen wollen. Keine einfache Woche für Scheffler, der schon am Freitag mit Sam Burns eine knappe 1-up-Niederlage gegen Corey Conners und Nick Taylor kassierte. Seine Presidents Cup Bilanz steht damit bei 4-6-1. Ein Formtief, das den Kapitän zum Handeln zwang.
Snedeker mischt die Karten neu
Ein mutiger Move von Snedeker, der auch Patrick Cantlay, Xander Schauffele, Russell Henley und Jacob Bridgeman eine Pause gönnte. Das zeigt: Der Captain schreckt nicht davor zurück, auch große Namen draußen zu lassen, wenn der Wind nicht richtig steht. Die Frage ist, wie sich das auf die Moral des Teams auswirkt, wenn der Weltranglistenerste plötzlich nur Zuschauer ist.
Scheffler am Start – und holt Punkt
Vollkommen raus war Scheffler allerdings nicht: Am Vormittag war er in den Four-Ball-Matches am Start und holte mit Partner Sam Burns sogar noch einen wichtigen Punkt für die USA. Dieser Sieg zeigte, dass Scheffler trotz des allgemeinen Drucks die Nerven behalten kann. Doch die Entscheidung, ihn für die Nachmittags-Foursomes zu schonen – oder zu strafen – bleibt das große Thema.




