
Tom McKibbin kehrt LIV Golf nach zwei Saisons den Rücken und setzt 2027 wieder voll auf die DP World Tour – eine Ansage, die in der Golfwelt für mächtig Wirbel sorgt. Der 23-jährige Nordire hat seine Entscheidung am Freitag verkündet, kurz vor dem Stichtag am 25. Oktober, an dem LIV die Spieler für ihr geplantes Re-Launch 2027 festnageln wollte. McKibbin macht damit klar: Die langfristigen Karriereziele gehen über den schnellen LIV-Scheck.
Diese Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts, denn die Zukunft von LIV Golf gleicht derzeit einem wilden Rough. Nach dem Rückzug des Saudi Public Investment Fund als Finanzier und einem Chapter-11-Antrag wird LIV 2.0 erwartet – mit deutlich kleineren Preisgeldern und einer klaren Ansage der DP World Tour: Wer zu LIV 2.0 geht, spielt 2027 nicht auf der europäischen Tour. McKibbin wählt den klassischen Weg zurück zu alter Stärke.
Das war ein teurer Abschied
Finanziell ist das ein harter Cut. McKibbin war Anfang 2025 bei Jon Rahms Legion XIII am Start, nachdem er eine PGA Tour-Promotion aus seiner 2024er DP World Tour-Saison ausgeschlagen hatte. In zwei LIV-Spielzeiten hat er sich Berichten zufolge satte 18,7 Millionen Dollar an Preisgeldern und Team-Boni geholt. Doch die Verlockung des großen Geldes scheint seinen Hunger nach echtem Wettkampf nicht gestillt zu haben. Seine Wurzeln liegen in Europa, wo er sich 2023 bei der Porsche European Open den Sieg holte.
Der Exodus geht weiter
McKibbin ist dabei nicht der Einzige, der die Segel streicht. Eine ganze Reihe von Kalibern, darunter Rahm selbst, Tyrrell Hatton, Ian Poulter und Adrian Meronk, haben sich ebenfalls gegen die nächste LIV-Phase entschieden. DP World Tour-Chef Guy Kinnings hatte es kürzlich unmissverständlich formuliert: Wer LIV 2.0 wählt, hat 2027 keine Chance auf eine DP World Tour-Mitgliedschaft mehr. Für McKibbin ist die Rückkehr zur DP World Tour die Chance, seine Karriere wieder voll auf Kurs zu bringen und den Weg an die Spitze zu ebnen – auch wenn er dafür einen satten Batzen Kohle liegen lässt.


