
Europas Damen holten sich den Solheim Cup zurück, nachdem sie in den entscheidenden Einzel-Matches am Sonntag eine Demonstration der Stärke ablieferten und die USA in die Schranken wiesen.
In ihrem ersten Solheim Cup überhaupt zeigte Lottie Woad Nerven aus Stahl. Sie lochte den entscheidenden Putt auf dem 17. Grün und sicherte Europa damit einen uneinholbaren Vorsprung und die Trophäe. Dieser Putt löste auf dem Grün wilde Szenen aus. Woad wurde von ihren Teamkolleginnen regelrecht überrannt und gefeiert, während eine tobende Menge beim ersten Solheim Cup in den Niederlanden enthusiastisch zujubelte.
Zum erst siebten Mal in der Geschichte gingen die Teams vor den Einzel-Matches am Sonntag mit einem 8-8 Gleichstand ins Rennen, nach zwei nervenaufreibenden Tagen auf dem Bernardus Course, bei denen wirklich jeder Schlag zählte.
Doch Europa startete in den direkten Duellen richtig stark. Englands Star Charley Hull, die ein schwieriges Wochenende hinter sich ließ und nun richtig heiß war, war die Inspiration und holte sich den ersten europäischen Punkt. Die Weltranglisten-Erste Nelly Korda zeigte zwar ihre Klasse und sicherte den USA einen wichtigen Zähler, doch das reichte nicht, um die Europäerinnen zu stoppen, die vor allem in den mittleren Matches einfach zu stark waren. Woad, die am Freitag und Samstag alle vier Matches mit Hull bestritten und dabei eine harte Zeit durchgemacht hatte, fand ihre persönliche Erlösung: Sie versenkte den siegbringenden Putt gegen Auston Kim im packenden Duell der Rookies und machte den Triumph perfekt.


