
Die Tür zum US Presidents Cup Team 2026 steht weit offen, doch nur für diejenigen, die abliefern – so lautet die knallharte Ansage von Captain Brandt Snedeker. Er macht unmissverständlich klar: Es geht um die besten zwölf Golfer, die auf dem Grün performen, nicht darum, künstlich junge Talente ins Team zu hieven. Auch wenn er einen Jackson Koivun als "generational player" adelt, ist Jugend allein kein Freifahrtschein für den Cup.
Snedeker sprach diese Woche Tacheles und bestätigte, dass das Team-Bild weiterhin "wide open" ist. Geschätzte 20 bis 22 Spieler haben noch realistische Chancen, einen der begehrten Slots zu ergattern. Die Idee, einfach "frisches Blut" ins Team zu spülen, nur weil es gut klingt, weist er vehement zurück. "Ich bin nicht dafür, nach dem Motto 'Oh, lasst uns einfach einen jungen Kerl nehmen, weil wir einen jungen Kerl im Team brauchen'", stellte er klipp und klar fest. Leistung unter extremem Druck in den großen Events ist der einzige Maßstab.
Keine Experimente für den Cup
Diese Haltung zeigt Snedeker auch exemplarisch bei Jackson Koivun. Der Youngster hat sich in dieser Saison richtig stark präsentiert und kürzlich sogar eine Übungsrunde mit dem Captain selbst bei der Wyndham Championship absolviert. Das Talent ist unbestreitbar, aber auch Koivun muss sich seinen Platz im Kader hart erkämpfen. Die Diskussion, ob aktuelle Form oder die Förderung junger Talente Priorität hat, spaltet die Golf-Community – doch Snedeker hat seine Entscheidung getroffen.
Wer holt sich den Slot?
Snedeker hat bei seinen Captain's Picks, dem sogenannten „Dealer’s Choice“, freie Hand. Das bedeutet: Er könnte auf bewährte Routiniers setzen oder auf Spieler, die gerade einen echten Lauf haben. Sein Fokus liegt ganz klar darauf, jetzt zu gewinnen, nicht auf einer langfristigen Strategie für zukünftige Ryder Cups. Die Spannung steigt, welche zwölf Eisen er aus dem Feuer holt, wenn es Ende September in Medinah auf das Grün geht und der Presidents Cup zum Kampf ruft.



