
Tom McKibbin schmiedet einen cleveren Plan, um seinen Traum vom Ryder Cup zu leben, auch wenn er bei LIV Golf unter Vertrag steht. Das ist keine leichte Aufgabe, denn die Qualifikation für das prestigeträchtige Team-Event läuft nach wie vor über die DP World Tour. Der Nordire will beweisen, dass die Tür zum Ryder Cup auch für LIV-Spieler offenbleiben kann – vorausgesetzt, man ist bereit, sich richtig ins Zeug zu legen. Sein Weg: genug Events der DP World Tour zu rocken, um alle Teilnahmeverpflichtungen zu erfüllen.
Rahms Vorreiterrolle: Ein bekannter Weg
McKibbin ist damit nicht allein auf diesem ambitionierten Pfad. Schon Jon Rahm hat Anfang 2026 richtig stark gezeigt, wie es gehen kann. Er soll eine Einigung mit der DP World Tour über Strafen wegen seiner LIV-Teilnahme erzielt und sich zu den erforderlichen Turnierteilnahmen verpflichtet haben, um Ryder Cup-fähig zu bleiben. Dieser Präzedenzfall gibt McKibbin eine klare Roadmap an die Hand.
Das eigentliche Problem für LIV-Spieler ist weniger die Tour-Zugehörigkeit als vielmehr der knappe Kalender. Die Ryder Cup-Qualifikation läuft nicht direkt über LIV Golf. Stattdessen müssen die Golfer genug Punkte auf der DP World Tour sammeln und die Mindestanzahl an Turnieren absolvieren. Die Überschneidungen der LIV- und DP World Tour-Zeitpläne machen es zu einem wahren Drahtseilakt, der Präzision und Ausdauer verlangt.
McKibbins doppelter Spagat
McKibbin ist derzeit am Start bei relevanten DP World Tour-Events, was seine Ambitionen deutlich unterstreicht. Allerdings ist seine Vertragssituation bei LIV Golf noch immer nicht ganz geklärt – diese Unsicherheit schwebt über seiner Ryder Cup-Planung. Doch das hält ihn nicht davon ab, seinen unbedingten Willen zu zeigen und alles zu geben, damit sein Ryder Cup-Traum auch 2026 Realität werden kann. Für ihn läuft es auf dem Grün eben nicht immer nur nach Plan, sondern auch mit viel strategischem Denken und Kampfgeist.



