
Selbst ein Scottie Scheffler, der das Golf-Grün sonst wie seinen privaten Spielplatz behandelt, teilt jetzt aus – und zwar gegen das Setup der East Lake-Anlage, wo gerade die 2026 Tour Championship richtig aufheizt. Obwohl er am Samstag eine makellose 66 spielte, scheint der Weltranglistenerste nicht ganz glücklich mit den Anforderungen an seine Schläge zu sein. Er mag einfach nicht alles, was ihm der Kurs vor die Schläger legt, auch wenn er selbst noch voll am Start ist.
Scheffler lieferte am Samstag eine bogey-freie 66 ab und kletterte damit weiter nach oben, konnte aber einige verpasste Birdie-Chancen nicht verhehlen, besonders aus dem 8- bis 12-Fuß-Bereich (2,4 bis 3,7 Meter). Nach seinen Runden von 65, 67 und der jüngsten 66er-Runde liegt er mit 12-under 198 Schlägen auf T3 und lauert nur drei Schläge hinter Leader Viktor Hovland.
Wenn der Maestro selbst hadert
Die Kritik von Scheffler dreht sich nicht um Disziplin oder große Kontroversen, sondern um das Feintuning des Kurses, das präzise Shot-Shapes fordert und ihm anscheinend nicht immer zusagt. Trotzdem: Er liefert ab. Sein Saison-Scoring-Average ist auf 67.96 gedroppt – eine Zahl, die seinen eigenen PGA Tour Rekord von 67.99 aus dem Jahr 2025 bedrohen könnte, wenn er diesen Schnitt hält. Das zeigt, dass selbst ein kleines Hadern den Motor nicht stottern lässt.
Showdown ums ganz große Geld
An der Spitze des Leaderboards thront nach Samstag Viktor Hovland. Ryan Gerard ist ihm dicht auf den Fersen, nur einen Schlag zurück. Scheffler und Chris Gotterup bilden das Verfolgerduo mit jeweils drei Schlägen Rückstand. Die Spannung ist zum Greifen nah, denn es geht nicht nur um den Prestige-Titel der Tour Championship, sondern auch um satte 10 Millionen Dollar. Es wird eine Hammer-Runde, wenn die Top-Golfer am Sonntag noch einmal alles rausholen müssen.


