
Lindy Duncan hat beim Solheim Cup 2026 bewiesen, dass Erfahrung im Spitzengolf manchmal wertvoller ist als jugendlicher Elan – und das bei ihrem Debüt mit stolzen 35 Jahren. Ihre 2-1-0-Bilanz war die Ansage der Woche und machte sie zur ältesten Spielerin im US-Team, die von der ersten Sekunde an richtig stark am Start war.
Während die Vereinigten Staaten den Solheim Cup am Ende mit einem bitteren 15-13 an Europa abgeben mussten, war Duncans Performance ein echtes Highlight. Sie holte sich zwei wichtige Siege, verlor nur ein Match und zeigte dabei eine beeindruckende Gelassenheit. Besonders ihr Triumph über Maja Stark am Sonntag war ein Statement, denn Duncan fügte Stark die einzige Niederlage der gesamten Woche zu.
Veteranen-Glanz im Sturm
In einem Turnier, das für das US-Team mit gemischten Gefühlen und Ergebnissen endete, strahlte Duncan mit einer „Veteranen-Gelassenheit“, die man bei einer Debütantin so nicht erwarten würde. Ihre Fähigkeit, in Drucksituationen abzuliefern, war Gold wert und hob ihre Leistung deutlich hervor. Gerade als Captain Angela Stanford nach der Niederlage mit kritischen Fragen zu ihren Spielerinnen-Auswahlen konfrontiert wurde, stand Lindy Duncans unerwarteter Beitrag wie ein Fels in der Brandung.
Wenn die Nerven halten
Dieser Auftritt zeigt: Alter ist im Golf nur eine Zahl, wenn der Kopf mitspielt. Duncans Hammer-Runde gegen Stark und ihre gesamte Leistung waren ein Meisterwerk an Nervenstärke und Strategie. Es laeuft nicht immer auf dem Grün, aber wenn es drauf ankommt, sind es Spielerinnen wie Lindy Duncan, die mit ihrer Ruhe und Erfahrung den Unterschied machen. Ein Debüt wie aus dem Lehrbuch, das zeigt, wie man auch als "Oldie" den Platz rockt.


