
Jon Rahm hat wenig Bock, am nächsten Level von LIV Golf mitzubasteln – er sieht sich schlichtweg nicht als den Polit-Typen im Profigolf. Während andere, wie Bryson DeChambeau, richtig tief in den Umstrukturierungsplänen stecken, hält sich der Spanier auffallend zurück und lässt die Architekten des Golf-Business das Fundament legen.
Die Gerüchteküche brodelt schon länger, jetzt ist es offiziell: LIV Golf hat Chapter 11 Bankruptcy beantragt und peilt ein komplettes Restyling an, von dem alle als „LIV Golf 2.0“ sprechen. Rahm selbst, kürzlich noch bei der BMW PGA Championship in Wentworth am Start, machte dabei keinen Hehl aus seiner unsicheren Zukunft. Er vertröstete die Reporter mit dem Hinweis auf einen "langen juristischen Prozess", der erstmal abgewartet werden müsse.
Finanzielle Verstrickungen
Diese Zurückhaltung ist nicht ohne Brisanz, denn Rahm steht selbst tief in der Kreide. Berichten zufolge gehört er zu den größten ungesicherten Gläubigern von LIV, mit sage und schreibe 7,5 Millionen US-Dollar, die ihm laut einer Klageschrift zustehen. Das ist nur ein Bruchteil seines Gesamtdeals, aber es zeigt: Hier geht es um richtig viel Kohle und komplexe Verflechtungen. Der Plan für LIV 2.0 soll ab 2027 auf ein spielergeführtes Modell setzen, doch Rahm hat sich dazu öffentlich nicht bekannt.
Zukunft auf der Kippe
Für die PGA Tour gibt es derweil keine Anzeichen für eine Express-Rückholaktion à la Brooks Koepka für die abtrünnigen LIV-Spieler. Die große Frage bleibt also, ob LIV genug Star-Power und die nötigen Finanzspritzen zusammenbekommt, um den Neustart zu stemmen. Rahms Zukunft im Profi-Zirkus ist eine von vielen offenen Fragen, die die Golf-Welt derzeit in Atem halten.



