
Laura Davies, die absolute Legende des Damen-Golfs mit 30 LPGA-Siegen und vier Major-Titeln, packt aus und analysiert knallhart den Zustand von LPGA und LET – inklusive einem messerscharfen Blick auf Tiger Woods' Comeback-Dilemma. Sie liefert als Golf-Ikone mit ihrer unvergleichlichen Erfahrung nicht nur eine schonungslose Tour-Analyse, sondern auch diesen ehrlichen Einblick in die Comeback-Story des Jahrzehnts.
Die Ladies European Tour und die LPGA mögen eng verbandelt sein, doch die Britin sieht die Touren vor gewaltigen Herausforderungen. Kalender-Chaos, ungleiche Preisgelder und der Kampf, die wachsende Sichtbarkeit in nachhaltige Spieler-Karrieren umzumünzen, da geht es richtig zur Sache. Es ist ein Spagat zwischen kommerziellem Wachstum und dem Erhalt ihrer historischen Identität, der beiden Touren alles abverlangt.
Tiger und das Comeback-Rätsel
Seit der Open Championship 2024 hat Tiger Woods keinen Abschlag mehr bei einem Profi-Turnier gemacht – und die Liste seiner Blessuren ist lang und sorgt für Dramatik. Eine Bandscheiben-OP im Oktober 2025 und ein gerissener Achillessehnen im März 2025 zwangen ihn zu langen Pausen. Obwohl er für Jupiter Links GC in der TGL-Saison 2027 am Start ist, sagt das noch nichts über eine garantierte Rückkehr auf der PGA Tour aus.
Auch seine Teilnahme an der Hero World Challenge, die vom 3. bis 6. Dezember 2026 stattfindet, schwebt noch in den Sternen. Unter den 20 bisher verkündeten Spielern ist Woods nicht gelistet, doch drei Turnier-Exemption-Plätze sind noch zu vergeben, was die Gerüchteküche brodeln lässt und die Spannung bis zum letzten Moment hält.
Die Davies-Perspektive
Davies liefert mit ihrer Erfahrung eine fundierte Bestandsaufnahme des Golf-Zirkus. Ihre Worte sind ein Weckruf an die gesamte Golf-Welt und zeigen, wie sehr die Touren noch am Feinschliff arbeiten müssen, um das volle Potenzial auszuschöpfen und zukünftig richtig stark zu laufen. Ein Golf-Dauerbrenner wie Woods kann die Aufmerksamkeit zurück auf das Grün lenken, aber die Strukturen müssen stimmen.


