
Charley Hull schießt scharf: Sie fordert knallharte Sanktionen gegen Profi-Golfer, die das Spiel ständig verschleppen. Von mehrmonatigen Sperren bis hin zum Entzug der Tourkarte – die Britin will dem Slow Play auf den Touren einen Riegel vorschieben. Eine drastische Ansage, die die Golfwelt jetzt schon in Aufruhr versetzt.
Für Hull ist klar: Ein erstes Vergehen soll eine dreimonatige Zwangspause bedeuten, beim nächsten Mal sogar bis zu einem Jahr. Wer dreimal erwischt wird, dem soll die Tourkarte entzogen werden – ab zurück in die Qualifying School. Ihre Logik? Nur solche Konsequenzen würden die Spieler wirklich dazu bringen, Gas zu geben. Und als ob das nicht genug wäre, schlägt sie kleinere Starterfelder mit etwa 100 Spielern und Twosomes am Wochenende vor, um den Flow zu verbessern.
Knallharte Strafen auf dem Gruen
Die Debatte um das Schneckentempo ist nicht neu, aber sie hat sich gerade wieder richtig zugespitzt. Bei der Buick LPGA Shanghai gab es zuletzt zwei-Schlag-Strafen für Carlota Ciganda und Noh Ye-rin wegen Pace-of-Play-Verstößen. Ein klares Signal, dass die LPGA das Thema ernst nimmt. Schon 2025 wurde hier nachgeschärft: Wer das Zeitlimit um 1–5 Sekunden überzieht, zahlt Strafe. Bei 6–15 Sekunden gibt’s einen Schlag obendrauf, und ab 16 Sekunden sind es direkt zwei Strafschläge.
Die ewige Geschichte vom zu langsamen Spiel
Doch selbst mit diesen Regeln läuft es nicht immer wie geschmiert. Man erinnere sich nur an die 2025 KPMG Women’s PGA Championship, wo Nelly Korda und Brooke Henderson unglaubliche drei Stunden und 10 Minuten für neun Löcher brauchten. Klar, schwieriger Wind und ein kniffliger Platz waren da am Start, aber es zeigt: Slow Play ist ein Dauerbrenner, der den Nerv vieler Golfer trifft. Charley Hull, selbst bekannt für ihr zügiges Spiel, hat die Nase voll. Ihre Forderung ist ein Wake-up Call, der den Touren jetzt ordentlich Druck macht.


