
Donald Trump haut einen raus: Sein neu getauftes "Trash Island" in Washington, D.C. soll mal die U.S. Open, PGA Championship, Ryder Cup und Presidents Cup sehen. Nach einer Komplett-Runderneuerung, versteht sich. Das klingt nach einem Par-5-Monster, das direkt ins politische Rough führt.
Die Rede ist vom East Potomac Golf Links, einer 106 Jahre alten Anlage auf Hains Point, südlich vom Weißen Haus, die aktuell einen 18-Loch-Platz, einen Neun-Loch-Kurs und Mini-Golf beherbergt. Trump selbst hat das Areal mit Fotos von Schutt und einer maroden Ufermauer als "Müllinsel" gebrandmarkt, die dringend eine Generalüberholung braucht. Seine Vision: eine einzige Championship-Anlage mit 18 Löchern, plus Clubhaus und Driving Range – öffentlich zugänglich, aber eben bereit für "world-class" Turniere.
Zwischen Vision und Realität
Doch die Locals, die wissen, wie der Hase läuft, sehen das etwas anders. Für sie ist der Platz rege frequentiert und braucht zwar Investitionen, aber ist weit davon entfernt, ein unsicheres Niemandsland zu sein. Hier läuft der Ball also schon, wenn auch nicht immer auf bestem Grün.
Der juristische Abschlag
Aktuell liegt das Projekt auf Eis. Ein Bundesrichter hat die Sanierungsarbeiten bis mindestens zum 26. Oktober gestoppt, während eine Klage der D.C. Preservation League und zweier Golfer Trumps Vision auf die Probe stellt. Schon jetzt wurden angeblich über 400 Bäume gefällt, trotz gerichtlicher Anordnung und einer einstweiligen Verfügung. Da geht es richtig zur Sache auf und abseits des Grüns.


